Mann stirbt am Kölner Ebertplatz - Mordkommission ermittelt

Mann stirbt am Kölner Ebertplatz - Mordkommission ermittelt

Von Oliver Köhler/Christian Zelle

  • Mann nach Streit am Kölner Ebertplatz getötet
  • Zehn Personen festgenommen
  • Polizei installiert Videoüberwachung
  • Reul: Weiterbetrieb der Kneipe überdenken

Bei einer Auseinandersetzung mit mehr als einem Dutzend Beteiligten ist am frühen Sonntagmorgen (25.08.2019) auf dem Kölner Ebertplatz ein 25-Jähriger ums Leben gekommen. Zehn potenziell an der Tat beteiligte Männer wurden vorläufig festgenommen, wie Wolfgang Baldes, Pressesprecher der Polizei Köln, sagte. Eine 20-köpfige Mordkommission ermittelt. Das Motiv und die Todesursache sind noch unklar, wie Polizeipräsident Uwe Jacob am Ebertplatz sagte. Die Leiche des Somaliers wurde am Sonntag obduziert.

Zehn Personen festgenommen

Tötungsdelikt am Ebertplatz

Polizei ermittelt vor Ort

Als die Polizei eintraf, sei die Gruppe geflüchtet - die Beamten fanden einen schwer verletzten Mann. Trotz Erster Hilfe und des Einsatzes eines Notarztes starb der Mann auf dem Ebertplatz. In einer ersten Mitteilung der Polizei und Staatsanwaltschaft hieß es, dass es vor der Tat vor einer Kneipe eine Auseinandersetzung zwischen 10 bis 15 Männern aus Afrika gegeben habe.

Erst vor zwei Jahren war auf dem Kölner Ebertplatz ein 22-Jähriger bei einer Messerstecherei ums Leben gekommen. Damals soll ein Streit unter Drogenhändlern Anlass für die Auseinandersetzung gewesen sein.

Umgestaltung des Szene-Treffpunkts

Nach dem Tod des 22-Jährigen hatten die Stadt und private Initiativen versucht, den Platz mit Kunst, Musikveranstaltungen, einem Café und Freizeitangeboten für Kinder umzugestalten. So sollten Drogenhandel und Gewalt auf dem Platz gestoppt werden.

Polizeipräsident Jacob sagte am Sonntag: "Diese schreckliche Tat soll für alle Bemühungen kein Rückschlag sein." Er kündigte Maßnahmen an: "Aus polizeilicher Sicht sprechen wir hier über einen Brennpunkt, deswegen habe ich eine Videoüberwachung angeordnet, die gerade installiert wird." Diese soll zum Jahresende laut Jacob einsatzbereit sein.

Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) geht noch einen Schritt weiter: "Aus meiner Sicht müsste man zum Beispiel überlegen, ob der Weiterbetrieb der Kneipe auf der unteren Ebene, die ja ein Anziehungspunkt für eine bestimmte Klientel zu sein scheint, wirklich klug ist", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Stand: 25.08.2019, 19:18

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