Bonner Polizist äußert sich zu tödlichem Unglücksschuss

Das Bild zeigt einen Polizeibeamten in Uniform

Bonner Polizist äußert sich zu tödlichem Unglücksschuss

  • Bonner Polizist äußert sich erstmals zum tödlichen Unglück
  • Kollegen bei einer Übung durch Schuss tödlich verletzt
  • Ermittler müssen Aussage prüfen

Am 10. Dezember war der 23-jährige Polizist, den die Kugel eines Kollegen im Hals getroffen hatte, seiner Verletzung erlegen. Die Umstände des Zwischenfalls bei einem Einsatztraining der Bonner Polizei sind nach wie vor nicht genau geklärt. Der 22-jährige Kollege, aus dessen Waffe sich der Schuss gelöst hatte, hat sich nun offenbar erstmals zu dem tragischen Vorfall geäußert.

Durch Geräusch erschreckt

Nach Informationen des Kölner Stadtanzeigers soll der Polizeikommissar sich Mitte der Woche über einen Anwalt geäußert haben. Demnach habe er seine Dienstwaffe während der Übung nicht richtig im Holster einrasten können und die Pistole daraufhin untersucht. Dabei sei er durch ein Geräusch erschreckt worden und habe versehentlich einen Schuss ausgelöst, der den Kollegen in den Hals traf.

Bisher waren die Ermittler davon ausgegangen, dass der 22-Jährige dem Kollegen die Waffe aus Spaß an den Hals gehalten und abgedrückt habe - in der Annahme, es handele sich um eine Übungspistole.

Direkte Zeugen zu dem Vorfall gibt es nicht. Die Ermittler müssten nun die Aussage des Schützen auf ihre Plausibilität untersuchen, heißt es. Er stehe, so heißt es im Kölner Stadtanzeiger, seit dem Vorfall unter Schock. Gegen ihn wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

Angeschossener Polizist gestorben Lokalzeit aus Bonn 11.12.2018 02:36 Min. Verfügbar bis 11.12.2019 WDR Von Christoph Hensgen

Stand: 22.12.2018, 15:31