Uniklinik Maastricht: Patienten nach Stromausfall gestorben

Außenaufnahme des Krankenhauses mit Fokus auf den Schriftzug "Mastricht UMC+"

Uniklinik Maastricht: Patienten nach Stromausfall gestorben

In der Uniklinik Maastricht sind nach einem Stromausfall auf einer Station für Lungenkrankheiten zwei Corona-Patienten gestorben. Sie waren 76 und 67 Jahre alt.

Der Stromausfall betraf nach Angaben der Klinikleitung ein Vierbett-Zimmer. Dadurch wurde die Sauerstoff-Zufuhr für die Patienten unterbrochen. Zwei der vier Männer starben kurz darauf. Ob der fehlende Sauerstoff tatsächlich den Tod der Patienten verursachte, ist jetzt Gegenstand offizieller Ermittlungen.

Keine Notstromversorgung

Es gibt bislang nur wenig Fakten zu diesem folgenschweren Vorfall. So sagte die Pflegeleitung der Uniklinik Maastricht, dass bei einem lokal begrenzten Stromausfall keine Notstromversorgung erfolgt. Man sei zum jetzigen Zeitpunkt auch sicher, dass es keinen Bedienungsfehler bei den Sauerstoffgeräten gab, sondern dass ein technisches Versagen zum Ausfall führte. Die Geräte werden jetzt näher untersucht.

Warum wurde kein Alarm ausgelöst?

Unklar ist, warum nach dem Stromausfall kein Alarm auf dem Zimmer ausgelöst wurde. Diese Fragen muss die niederländische Gesundheitsbehörde ebenso klären wie viele medizinische Fragen. So ist bis jetzt nicht bekannt, wie lange die beiden schwerkranken Patienten ohne Sauerstoff waren. Es gebe regelmäßige Kontrollgänge des Pflegepersonals, die auch stattgefunden hätten, so die Uniklinik. Ob das Personal zu spät reagiert hat, soll nun ebenfalls untersucht werden. Nach Angaben der Klinikleitung werden die Ermittlungen mehrere Wochen dauern.

Patienten an Uniklinik Maastricht nach Stromausfall gestorben

00:30 Min. Verfügbar bis 03.05.2022


Stand: 03.05.2021, 09:10

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