Tierschützer zeigen neun Karnevalsgesellschaften an

Karnevalistin auf einem Pferd nimmt am Rosenmontagszug

Tierschützer zeigen neun Karnevalsgesellschaften an

  • Rosenmontagszug: Kritik zum Umgang mit Pferden
  • Tierschützer wollen Kandaren abschaffen
  • Auch Kutschen müssten aus dem Zug verschwinden

Tierschützer kritisieren den Umgang mit Pferden im Kölner Rosenmontagszug. Sie wollen mehr als zwanzig weitere Anzeigen gegen neun Karnevalsgesellschaften stellen. Nach Ansicht des "Netzwerks für Tiere Köln" hätten die Karnevalsgesellschaften in insgesamt dreißig Fällen gegen das Tierschutzgesetz verstoßen.

Die Tiere seien im Zug sehr gestresst, so das Argument. Das sei auf Videos zu sehen, die die Tierschützer ausgewertet haben. Außerdem würden die Reiter im Zug die Zügel extrem kurz halten.

Pferde im Rosenmontagszug: Unkalkulierbares Risiko

WDR 5 Morgenecho - Kommentar 13.02.2018 02:14 Min. Verfügbar bis 13.02.2023 WDR 5

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Island Pony reißt das Maul auf

Eine Kandare im Maul eines Ponys

Gemeinsam mit der Stadt Köln wollen die Tierschützer jetzt Lösungen suchen - und zwar bei einem Termin im August. Sie fordern etwa das Verbot von Kandaren. Das sind Mundstücke, die für Pferde bei falscher Handhabung sehr schmerzhaft sein können.

Ende für Kutschen im Zug?

Ohne Kandaren ist laut den Tierschützen auch der Einsatz von Pferdekutschen im Rosenmontagszug nicht mehr möglich. Im April hatten sie bereits in sechs Fällen Anzeige erstattet, jetzt sollen 24 weitere Folgen. Das Ordnungsamt der Stadt Köln hat sich bisher nicht zu dem Vorgang geäußert.

Stand: 22.07.2020, 13:52

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