Tierschützer verhindern Jagd auf Kaninchen in Bonn

Tierschützer verhindern Jagd auf Kaninchen in Bonn

Von Nadja Berghahn und Norbert Hiller

  • Tierschützer verhindern geplante Kaninchenjagd
  • Uni Bonn wollte Zahl der Kaninchen verringern
  • Kaninchen haben große Fressschäden angerichtet

Etwa acht Tierschützer waren am Samstagmorgen (07.12.2019) während des Jagdversuchs am und im Botanischen Garten. Die Jäger haben dann die Jagd wegen der Gefahr für die Menschen abgebrochen.

Die Uni Bonn wollte die gescheiterte Jagd auf Nachfrage des WDR nicht kommentieren. Ob und wann ein neuer Versuch unternommen wird, werde erst nächste Woche besprochen.

Kaninchen haben große Fressschäden angerichtet

Die Kaninchen hätten in den vergangenen Monaten große Schäden an den exotischen Gewächsen und Gartenanlagen angerichtet. Sogar junge Setzlinge seien wieder ausgegraben worden. "Wir haben große Sorge, dass die Tiere bald die ganz wertvollen Pflanzen erwischen", sagt Dr. Cornelia Löhne von der Universität Bonn.

Alle Versuche, die Kaninchen zu vertreiben seien erfolglos gewesen.

Problem besteht seit dem Frühjahr

Sie hätten die letzten zehn Jahre keine Probleme mit Kaninchen gehabt. Doch im Frühjahr müssen wohl zwei Tiere den Weg in den Garten gefunden und sich dort vermehrt haben, sagt die Kustodin der Botanischen Gärten.

Anfang November hatten Jäger bereits im Botanischen Garten auf Wildgänse geschossen, um sie zu vertreiben. Da sich viele besorgte Anwohner wegen der Schüsse bei der Polizei gemeldet hatten, informierte die Universität dieses Mal vorab über die Aktion.

Stand: 07.12.2019, 12:16

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