Drei Hunde hinter Gittern im Tierheim

Tierheime werden immer voller

Die Tierheime werden gerade immer voller. Wie jedes Jahr werden wieder Tiere vor dem Urlaub abgegeben. Aber nicht nur das.

Von Silke Oettershagen

Es ist die klassische Abgabewelle zur Ferienzeit: Was mache ich mit meinem Hund, Katze, Maus oder Hamster, wenn ich in Urlaub fliege? Der übelste Weg führt den zuvor besten Freund des Menschen ins Tierheim.

Wie jedes Jahr werden wieder Tiere vor der Reise für immer abgegeben. Doch im Moment bemerken die Tierheime noch zwei weitere Aspekte: Die so genannten Corona-Rückläufe und mehr Probleme durch gestiegene Energiekosten.

Volles Haus im Tierheim

Eine Katze hinter Gittern im Tierheim

Im Aachener Tierheim sind aktuell 110 Katzen untergebracht -  normalerweise laufen dort nur etwas mehr als zehn Samtpfoten herum. Auch Kaninchen und Hamster findet man im Moment zuhauf. Viele Tierhalter fragen auch an, ob sie den Hund, den sie im Lockdown und in Homeoffice-Zeiten spontan angeschafft haben, wieder abgeben könnten. Man nennt dies die Corona-Rückläufe. Im Tierheim für den Kreis Düren kennt man das Problem ebenfalls.

Viele Tiere im schlechten Zustand

Dort kommen zusätzlich noch viele Hunde und Katzen an, die von der Behörde beschlagnahmt werden mussten, weil sie in einem schlechten Zustand waren. Oder Welpen, die krank oder ungeimpft im Ausland gekauft worden sind.

Die Tierheime stehen deshalb vor einer ganzen Reihe an Problemen, die in der Masse nur schwer zu stemmen sind. Denn nicht nur die Tierhalter kämpfen mit höheren Kosten wie den gestiegenen Energiepreisen, sondern auch die Heime selbst. Im Aachener Tierheim hat man deshalb jetzt angefangen, die Versorgung auf Wärmepumpen umzustellen - um zumindest einen Teil der Energiekosten langfristig zu sparen und für den Winter vorzusorgen. Denn eine Entlastung der Tierheime ist noch nicht in Sicht.

Abgabewelle in Tierheimen

00:36 Min. Verfügbar bis 19.07.2023