Liveticker zum Nachlesen: Klima-Demos im Rheinischen Braunkohlerevier

22.06.2019,Polizisten stoßen Aktivisten zurück

Liveticker zum Nachlesen: Klima-Demos im Rheinischen Braunkohlerevier

  • Braunkohlegegner setzen Aktionen am Samstag (22.06.2019) fort
  • Aktionstag am Tagebau Garzweiler
  • Mehr als 10.000 Teilnehmer nahmen an der Großkundgebung teil
  • Umweltaktivisten stürmten den Tagebau

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20.39 Uhr: Wir beenden unseren Live-Ticker und bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit.

20.14 Uhr: Unbekannte haben am Samstag in Mönchengladbach-Wanlo am Rand des Tagebaugebiets Garzweiler den Schaltschrank einer Pumpstation des Betreibers RWE in Brand gesetzt. Die Polizei gehe von vorsätzlicher Brandstiftung aus, sagte eine Sprecherin. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass das Feuer im Zusammenhang mit der Klimademonstration gelegt worden sei, hieß es.

20:04 Uhr: RWE betonte gegenüber dem WDR, dass das Eindringen in den Tagebruch lebensgefährlich sei. Die sandigen Abbruchkanten könnten ins Rutschen geraten und im schlimmsten Fall Menschen verschütten.

18:57 Uhr: Die Polizei konzentriert sich am Abend darauf, die Aktivisten aus der Tagebaugrube zu bekommen. Gegen die Aktivisten, die die Hambach-Bahn sowie eine weitere Bahnstrecke blockieren, unternimmt die Polizei nach Angaben einer WDR-Reporterin zurzeit nichts.

18.47 Uhr: Unter dem Motto "Platz nehmen gegen Kohle" hatten sich nachmittags tausende Menschen in einer symbolischen Sitzblockade friedlich zwischen das Dorf Keyenberg und den Tagebau Garzweiler gesetzt. Organisiert war die Aktion von "Alle Dörfer bleiben", einem Bündnis aus Betroffenen aus den Braunkohlerevieren.

18:13 Uhr: Der NRW-Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Michael Martens, lobt das friedliche Auftreten der "Fridays for Future"-Demonstranten. Die Organisatoren sprachen von 8.000 Teilnehmern bei ihren Aktionen.

22.06.2019, Jüchen: Die achtjährige Ida hält während einer Demonstration ein Plakat mit der Aufschrift «Cool kids save a hot planet».

17.48 Uhr: RWE hat inzwischen Journalisten mit einem Bus in die Grube des Tagebaus gefahren, wo die Aktivisten eingedrungen sind. Eine WDR-Reporterin berichtet, sie befänden sich jetzt zwischen Bagger und Abbruchkante und sie habe beobachtet, wie die Polizei knapp 100 Aktivisten mit Bussen aus der Grube gefahren habe. Das Ziel der Beamten: verhindern, dass die Demonstranten weiter in die Grube bis hin zum Braunkohlebagger vordringen.

15.51 Uhr: Nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei wurden mindestens zwei Beamte bei Auseinandersetzungen mit Aktivisten von "Ende Gelände" verletzt. Die Aktivisten sollen sich massiv gegen die Polizisten zur Wehr gesetzt haben, als diese sie am Eindringen in den Tagebau hindern wollten, so die Polizei.

15.34 Uhr: Die Polizei bestätigt, dass aktuell Umweltaktivisten mehrere Stellen besetzen. Die Tagebauanschlussbahn bei Neurath und die Hambachbahn bei Merzenich sind blockiert. Hunderte Aktivisten von Ende Gelände sind über mindestens drei verschiedene Zugänge in die Grube des Tagebaus Garzweiler eingedrungen.

Aktivisten im Tagebau

15.12 Uhr: Viele Demonstranten der "Fridays for Future"- Bewegung sind in Erkelenz-Keyenberg eingetroffen. Dort soll in Kürze eine Großkundgebung beginnen. Dazu hatten "Alle Dörfer bleiben", Campact, Greenpeace und der BUND aufgerufen. Sie demonstrieren für einen schnelleren Ausstieg aus der Braunkohleverstromung, für ein besseres Klima und den Erhalt der vom Abbaggern bedrohten Dörfern.

Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Fassung war uns leider ein Tippfehler unterlaufen, wir hatten "Compact" statt "Campact" geschrieben. Wir bitten um Entschuldigung.

Erste internationale Klimaschutz Demonstration am Tagebau

"Fridays for Future" in Keyenberg eingetroffen 00:10 Min. Verfügbar bis 22.06.2020

14:35 Uhr: WDR Reporter bestätigt, dass mehr als hundert Umweltaktivisten die Abbruchkante bei Hochneukirch überwunden haben und tiefer in den Tagebau Garzweiler eindringen.

Aktivisten im Tagebau

14.04 Uhr: Nach Angaben von "Ende Gelände“ blockieren Aktivisten derzeit die Hambachbahn.

Umweltaktivisten dringen in den Tagebau Garzweiler ein

00:47 Min. Verfügbar bis 22.06.2020

13.50 Uhr: Die Polizei hält ca. 400 Aktivisten von "Ende Gelände" an der Abbruchkante des Tagebaus Garzweiler zwischen Keyenberg und Immerath auf.

Polizeikessel an der Abbruchkante

13.40 Uhr: Die Polizei appelliert an die Demonstranten: Bleiben sie friedlich.

Umweltaktivisten stürmen über Abbruchkante.

13.33 Uhr: WDR Reporter beobachten Durchbruch in den Tagebau von Aktivisten "Ende Gelände". Diese gelangen in die Grube zwischen Keyenberg und Immerath.

Aktivisten durchbrechen Polzeikette 01:05 Min. Verfügbar bis 22.06.2020

13.14 Uhr: Umweltaktivisten vom Demonstrationszug "Roter Finger" aus Erkelenz-Keyenberg kommend, nähern sich der Abbruchkante zwischen Keyenberg und Immerath.

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13.01 Uhr: An mehreren Stellen rund um den Tagebau Garzweiler versuchen Umweltaktivisten sich von den Demozügen zu entfernen. Die Polizei bemüht sich, sie von der Abbruchkante fernzuhalten.

Aktivisten von "Ende Gelände"

12.46 Uhr: Etwa 5.000 Demonstranten der "Fridays for Future"-Bewegung sind in Jüchen-Hochneukirch losgegangen in Richtung Erkelenz-Keyenberg zur Kundgebung.

"Fridays for Future"-Demonstranten in Jüchen-Hochneukirch

12.39 Uhr: Weiterhin lahmgelegt ist die Nord-Süd-Bahn im Rheinischen Braunkohlerevier. Sie versorgt die Kraftwerke Neurath und Niederaußem. Hunderte Aktivisten besetzen die Gleise. Der Betrieb der Kraftwerk sei nicht gefährdet, sagt ein Sprecher von RWE.

Zahlreiche Umweltaktivisten blockieren die Gleise der Kohle-Transportbahn.

12.21 Uhr: Eine Mahnwache von RWE - Mitarbeitern hat sich beim Tagebauaussichtspunkt "Skywalk" bei Jackerath am Tagebau Garzweiler versammelt.

Mahnwache von RWE

11.51 Uhr: In Erkelenz hat sich eine Fahrraddemo der Initiave "Alle Dörfer bleiben" in Bewegung gesetzt. Ziel ist die Kundgebung im Stadtteil Keyenberg.

Demonstranten von "Alle Dörfer bleiben" fahren in Richtung Erkelenz-Keyenberg

11.16 Uhr: Taudende Demonstranten, unter anderem von "Fridays for Future", versammeln sich in Jüchen-Hochneukirch. Sie wollen zur Großkundgebung von "Alle Dörfer bleiben" in Erkelenz-Keyenberg. Sie wollen für einen schnelleren Ausstieg aus der Kohleförderung demonstrieren.

Demonstranten von "Fridays for Future" versammeln sich in Hochneukirch.

10.58 Uhr: Ein Sprecher von "Ende Gelände" bestätigt, dass Demostranten von Erkelenz- Keyenberg Richtung Jackerath ziehen.

Tausende Aktivisten rund um Tagebau Garzweiler, Stand 22.06.2019, 11:30 Uhr

00:56 Min. Verfügbar bis 22.06.2020

10.54 Uhr: Eine Reiterstaffel der Polizei ist zwischen Erkelenz-Keyenberg und dem Tagebau Garzweiler im Einsatz.

Reiterstaffel am Tagebau Garzweiler

10.25 Uhr: In Erkelenz-Keyenberg fährt eine Kolonne von ca. 30 Polizeiautos dem Demonstrationszug der Umweltaktivisten von "Ende Gelände" hinterher. Wohin die Demostranten ziehen, ist ungewiss.

Polizei hinter Demonstrationszug

10.20 Uhr: Aktivisten in Erkelenz-Keyenberg, die sich dem Demontrationszug "Roter Finger" zuordnen, ziehen los. Die Braunkohleaktivisten haben verschiedene Demonstrationzüge organisiert, die sie zum Beispiel "Roter Finger" nennen. Es gibt auch einen "Goldenen Finger". Dieser Zug setzt sich laut "Ende Gelände" vom Bahnhof Viersen in Bewegung. Insgesamt haben sich fünf Finger/ Demozüge gebildet.

Roter Finger Erkelenz-Keyenberg zieht los

10.07 Uhr: Die Braunkohlegegner werden von Polizisten aufgehalten.

Aktivisten von "Ende Gelände" und mehrere Polisten auf einem Feld in Keyenberg

09.56 Uhr: Aktivisten, die auf einem Feld in Erkelenz-Keyenberg übernachtet hatten, setzen sich in Bewegung.

Aktivisten setzen sich in Bewegung

09.34 Uhr: Die Gleissperrung am Bahnhof Viersen ist aufgehoben.

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Demonstranten auf einer Wiese, im Hintergrund Polizeiwagen

09.07 Uhr: In Erkelenz-Keyenberg haben Tausende auf dem Feld übernachtet - direkt an der Abbruchkante.

08.42 Uhr: Am Kraftwerk Neurath halten schätzungsweise 800 Personen Gleise besetzt. Eine Räumung ist noch nicht absehbar.

08.37 Uhr: Am frühen Morgen sind ca 2.000 Personen vom Camp Viersen in Richtung Tagebau Garzweiler gestartet.

08.33 Uhr: Am Bahnhof in Viersen ist nach Angaben der Deutschen Bahn der Betrieb eingeschränkt. Die Polizei hat die Sperrung eines Gleises angeordnet.

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08.28 Uhr: Tausende Teilnehmer werden ab 11 Uhr zu Protesten und Aktionen am Tagebau Garzweiler erwartet. Die Bewegung "Fridays for Future" und das Aktionsbündnis "Alle Dörfer bleiben" will eine Menschenkette bilden.

08.16 Uhr: Hunderte Aktivisten von "Ende Gelände" haben die ganze Nacht auf den Schienen der Bahnstrecke für die Kohleversorgung ausgeharrt. Das Aktionsbündnis will weitere Blockaden und Besetzungen im Rheinischen Revier erreichen.

Stand: 22.06.2019, 18:56