Aachener Kinderschutzbund: Hohe Belastung für Familien

Aachener Kinderschutzbund: Hohe Belastung für Familien

Von Theresa Gunkel

Die Situation im Lockdown wird für Familien mit Kindern immer schwieriger. Das berichtet der Kinderschutzbund in Aachen. Die Corona-Pandemie sorge für viele Probleme.

Besonders für finanziell schwache Familien sei das Homeschooling eine große Herausforderung, sagt die Geschäftsführerin des Kinderschutzbunds in Aachen, Andrea Weyer. Diesen fehle häufig die dafür notwendige technische Ausstattung. Viele Eltern seien an ihrer Belastungsgrenze angekommen.

Die Familien seien nicht mehr in der Lage, Freizeitaktivitäten einzuplanen, so Weyer. Da an Schulen derzeit kein Präsenzunterricht stattfindet, müssen berufstätige Eltern nach der Arbeit mit ihren Kindern lernen. Diese Situation überfordere viele Familien.

Weniger Möglichkeiten einzugreifen

Auch für den Kinderschutzbund ist die Arbeit derzeit schwieriger. Normalerweise wenden sich Lehrer oder Erzieher an den Verband, wenn sie vermuten, dass sich Kinder in Notsituationen befinden. Doch derzeit fällt der Unterricht aus.

Aber der Kinderschutzbund ist auch im Lockdown weiter für die Familien da. Geschäftsführerin Andrea Weyer betont, dass man alle Angebote und Sprechstunden auch weiterhin anbiete. Darunter auch die tägliche telefonische Sprechstunde mittags. Das sei auch dringend nötig, denn Hilfe suchende Kinder hätten sonst kaum Möglichkeiten sich mitzuteilen und - so Andrea Weyer - schon nach dem ersten Lockdown im März von drastischen Gewalterfahrungen berichtet.

Stand: 08.01.2021, 19:17