Mutmaßliche Ausspähung: Terrorwarnung aufgehoben

Mutmaßliche Ausspähung: Terrorwarnung aufgehoben

  • Polizei sieht keine Gefährdung durch Anschläge
  • Verdacht nach Hinweisen auf mutmaßliche Ausspähungen von Flughäfen
  • Wohnungsdurchsuchungen auch in Aachen

Im Zusammenhang mit den mutmaßlichen Ausspähversuchen am Stuttgarter Flughafen haben die Sicherheitsbehörden am Freitag (21.12.2018) Entwarnung gegeben. Durchsuchungen von Wohnungen Verdächtiger in NRW und Baden-Württemberg hätten keine Anhaltspunkte für die Vorbereitung eines islamistisch-terroristischen Anschlags ergeben.

Das teilten die Staatsanwaltschaft Stuttgart, die Bundespolizeidirektion und das Polizeipräsidium Reutlingen mit. Die erhöhten Sicherheitsvorkehrungen an den Flughäfen würden nun wieder auf ein Normalmaß reduziert.

Sicherheitsvorkehrungen zurück auf Normalmaß

Nach Informationen des RBB sollen sich Hinweise auf eine konkrete Terrorgefahr als Irrtümer und Übertreibungen erwiesen haben: Damit sind Chat-Protokolle, Bilder von Überwachungsvideos und Warnungen aus Marokko gemeint, die sich jetzt als falsche Fährten herausstellten. Auch die Durchsuchung von zwei Wohnungen in Aachen, die Beweise für eine Beteiligung eines Salafisten bringen sollten, blieb erfolglos.

Verdacht: Flughäfen sollten ausgespäht werden

Durchsuchung Hörn

Die Polizei durchsuchte das Haus in Aachen

Der Aachener Salafist war in den Fokus der Ermittler geraten, als der Verdacht aufkam, dass Terroranschläge vorbereitet werden sollten. Am Donnerstag (20.12.2018) hatte die Bundespolizei mitgeteilt, dass der Stuttgarter Flughafen möglicherweise zur Vorbereitung eines Anschlags ausgespäht worden war. Gleichzeitig wurde bekannt, dass am Flughafen in Paris vor zwei Wochen ein ähnlicher Vorgang beobachtet wurde. Dort stand ein Transporter mit Aachener Kennzeichen, der dem polizeibekannten Salafisten gehören soll. Die Überprüfung des Deutschen mit marokkanischen Wurzeln habe aber keine Hinweise auf einen geplanten Anschlag ergeben, so die Behörden am Freitag.

Überwachungsvideo führte in die Irre

Der Sohn des Deutschen mit marokkanischen Wurzeln wiederum sollte auf einem Überwachungsvideo zu sehen sein, das am Stuttgarter Flughafen gemacht wurde. Er wurde von einem Beamten der NRW-Polizei erkannt - ein Irrtum, wie sich jetzt nach RBB-Informationen herausstellte.

Stand: 21.12.2018, 19:22