Erste Bilanz: Terminverlosung beim Klever Ausländeramt

Schild der Klever Kreisverwaltung

Erste Bilanz: Terminverlosung beim Klever Ausländeramt

  • 65 Menschen hoffen auf Termin per Losverfahren
  • Kreis Kleve: "Alle hätten einen Termin bekommen"
  • Verlose-System soll "Übergangslösung" sein

Donnerstagmorgen: 65 Menschen sitzen im Warteraum des Klever Ausländeramts. Alle hoffen, sich über das neue Verlose-System einen Termin bei einem Sachbearbeiter zu ergattern. Um 7 Uhr werden die ersten Lose verteilt.

Nicht alle wollten ihren Termin wahrnehmen

Die Bilanz: "Alle hätten heute einen Termin bekommen", sagt Ruth Keuken, Pressesprecherin des Kreises. Sie spricht im Konjunktiv. Fünf hätten ihren zugelosten Termin nicht angenommen. Sie hätten nicht bis zum Mittag warten wollen.

Seit Donnerstag (01.03.2018) verlost das Ausländeramt im Kreis Kleve seine Termine, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Die Behörde will so erreichen, dass das Wettrennen um den ersten Platz in der Schlange aufhört. In den vergangenen Monaten hatten sich schon nachts teils mehr als 100 Menschen angestellt, um ihre Chancen auf einen Termin zu erhöhen.

Die Neuregelung mit den Losen scheint sich noch nicht überall rumgesprochen zu haben. Am ersten Tag kommen die ersten Kunden bereits mitten in der Nacht, teilweise mit Kindern und Säuglingen. Der Warteraum ist da schon geöffnet, laut Kreis-Sprecherin Keuken wegen der eisigen Temperaturen. Offiziell hatte der Kreis 6.00 Uhr als Öffnungszeit kommuniziert.

Amt sucht händeringend Personal

Die Klever Ausländerbehörde ist zuständig für alle nicht-EU-Staatsbürger, wohnhaft im Kreis Kleve - dazu zählen auch ausländische Studierende und alle Asylbewerber des Kreises. Das führt dazu, dass die Behörde völlig überlastet ist. Das Losverfahren sei eine "Übergangslösung", sagt Landrat Wolfgang Spreen. Parallel kümmere man sich um mehr Personal. Schnelle Besserung kann er nicht versprechen.

Stand: 01.03.2018, 12:11