Telekom handelt neue Bedingungen für US-Fusion aus

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Telekom handelt neue Bedingungen für US-Fusion aus

Von Sebastian Tittelbach

  • T-Mobile US und Sprint fusionieren zum 1. April 2020
  • Telekom handelte bessere Konditionen aus
  • Neues Unternehmen soll an die Spitze des US-Mobilfunkmarktes

Kurz vor der geplanten Fusion von T-Mobile US und Sprint hat die Telekom bessere Konditionen ausgehandelt. In der Nacht auf Freitag (21.02.2020) teilte der Bonner Konzern mit, dass sein Anteil an dem neuen Unternehmen größer ausfallen wird, als ursprünglich vereinbart. Der kleinere Konkurrent Sprint hatte zuletzt deutlich an Börsenwert eingebüßt.  

Telekom bekommt nach Fusion 43 Prozent von neuem Unternehmen

Wenn die beiden Mobilfunkanbieter T-Mobile US und Sprint zu einem Unternehmen fusionieren, wird der Anteil des Bonner Telekom-Konzerns bei 43 Prozent liegen – ein Prozentpunkt mehr, als vereinbart.

Der japanische Sprint-Mehrheitseigner Softbank bekommt nur noch 24 Prozent, der Rest geht an freie Aktionäre. T-Mobile-Chef John Legere hatte bereits Nachverhandlungen ins Spiel gebracht. 

Fusion zum 1. April 2020

Mit der neuen Aufteilung befreien sich die beiden Unternehmen aus einer Zwickmühle: Sprint ist an der Börse immer weniger wert, aber den komplizierten Deal komplett neu zu verhandeln, hätte viel Zeit gekostet. Unter anderem hätten die Aktionäre erneut grünes Licht geben müssen.

Schon jetzt zieht sich die Fusion wegen rechtlicher Bedenken in den USA seit zwei Jahren hin. Jetzt ist sich Telekom-Chef Tim Höttges seiner Sache sicher: Er rechnet mit einer Fusion zum 1. April 2020. 

Aus seiner Sicht ist die Fusion eine einmalige Chance: T-Mobile US und Sprint stehen in den USA auf den Plätzen 3 und 4. Wenn sie sich zusammen schließen soll das neue Unternehmen an die Spitze des US-amerikanischen Mobilfunkmarktes vorstoßen.

Stand: 21.02.2020, 10:24