Bonn: Telekom-Tochter T-Mobile US darf Sprint übernehmen

Bonn: Telekom-Tochter T-Mobile US darf Sprint übernehmen

  • Telekom und T-Mobile US dürfen Rivalen Sprint übernehmen
  • 130 Millionen gemeinsame Kunden
  • US-Bundesstaaten befürchten Jobverluste und Preiserhöhung

Die Bonner Telekom und ihre US-Tochter T-Mobile US haben sich im US-Kartellrechtsprozess durchgesetzt. T-Mobile darf den kleineren Rivalen Sprint übernehmen. Der zuständige Richter stimmte dem 26 Milliarden Dollar teuren Deal zu. Gegen das Urteil kann noch Berufung eingelegt werden.

Erfolg für Bonner Telekom und US-Tochter

Nach Bekanntgabe legten die Aktien der Telekom mit einem Plus von gut vier Prozent deutlich zu. Für das Bonner Unternehmen und seine US-Tochter T-Mobile ist das Urteil ein großer Erfolg. Seit Jahren versucht die Telekom ihre Mobilfunktochter mit einem Partner auf dem heiß umkämpften US-Markt zu vermählen.

Klage von 13 US-Bundestaaten

Im April 2018 dann vereinbarten die Unternehmen den Zusammenschluss zwischen T-Mobile und dem kleineren Konkurrenten Sprint. Zwar stimmte das US-Justizministerium unter Auflagen zu und auch die amerikanische Wettbewerbsbehörde FCC gab grünes Licht. Doch 13 Bundesstaaten und der Regierungsbezirk Washington DC klagten dagegen. Sie befürchten durch die Fusion massive Jobverluste und Preiserhöhungen.

Fusion soll so schnell wie möglich vollzogen werden

Zusammen haben T-Mobile US und Sprint fast 130 Millionen Kunden. Der Zusammenschluss soll über einen Aktientausch ablaufen. Sollten die klagenden US-Bundesstaaten gegen das Urteil keinen Einspruch einlegen, will die Telekom die Fusion so schnell wie möglich vollziehen.

Stand: 11.02.2020, 17:21