Telefonseelsorge Oberberg half Menschen in Not

Telefonseelsorge Oberberg half Menschen in Not

Von Susanne Lang-Hardt

  • Einsamkeit und Beziehungsprobleme
  • 7.000 Anrufe im Jahr in Oberberg
  • Kostenlos und verschwiegen

An Weihnachten gab es sehr lange, aber auch nur ganz kurze Gespräche am Sorgentelefon. Es komme ganz auf die Probleme an, sagte eine Mitarbeiterin. Viele riefen wegen Beziehungsschwierigkeiten an, die es mit dem Partner oder beim Verwandtenbesuch gab. Andere brauchten praktische Tipps, zum Beispiel weil ein Haustier krank wurde. Manche melden sich täglich und nutzen die einfühlsamen Gespräche als Alltagsbegleitung.

41 ehrenamtliche Helfer im Einsatz

Telefonseelsorge Oberberg

Schon seit Jahrzehnten im Einsatz - die Telefonseelsorge Oberberg

Lösungen kann die Telefonseelsorge nicht bieten und auch keine Therapien. Die ehrenamtlichen Helfer sind geschulte Sorgenversteher und krisenerprobte Zuhörer. Die Ausbildung dauert 110 Stunden, dazu kommt eine Hospitanz. Drei Dienste pro Monat stehen bei den Freiwilligen im Kalender. Sie wechseln sich im Vier-Stunden-Rhythmus ab.

Evangelische Kirche finanziert die Seelsorge

100.000 Euro im Jahr kostet die Telefonseelsorge. An Heiligabend besuchten Kirchenvertreter und der Bürgermeister von Gummersbach das versteckt gelegene Büro. Sie bedankten sich bei Leiterin Christa Dresbach-Schnieder und den Mitarbeitenden. Jeder der Ehrenamtler hat ein sehr strenges Auswahlverfahren hinter sich. Voraussetzung sind Empathie, persönliche Stabilität und Belastbarkeit. Zuverlässigkeit und Verschwiegenheit sind selbstverständlich.

Stand: 27.12.2019, 09:58