Teddybären-Klinik in Bonn

Kidner stehen um einen Tisch auf dem ein Kuscheltier untersucht wird.

Teddybären-Klinik in Bonn

Von Dietrich Sondermann

  • Teddy-Sprechstunde in Bonner Kinderklinik
  • Gummibärchen als Arznei kommt gut an
  • Medizin- und Pharmaziestudenten möchten Kindern Angst vorm Krankenhaus nehmen

Im Garten der Bonner Kinderklinik macht in diesen Tagen wieder das Teddy-Krankenhaus Station. Drei Tage lang untersuchen und behandeln rund 60 Studierende aus Medizin und Pharmazie Puppen, Teddys und andere Knuddeltiere, die ihnen Kinder bringen.

Kinder und Studierende profitieren von der Teddyklinik

Die Studenten sind alle noch in den ersten Semestern ihres Studiums. Da haben sie noch keinen Kontakt zu Patienten, weshalb sie es als gute Übung sehen. Kinder sind dabei besonders anspruchsvoll, weiß Medizinstudentin Annika Scheer: "Die Kinder sind sehr aufmerksam. Sie wollen schon genau wissen, was mit Bär oder Puppe gemacht wird."

Nach einer Untersuchung der Puppen und Stofftieren wird entweder operiert oder Medikamente verabreicht – zum Beispiel in Form von Gummibärchen. Diese Spezial-Medizin gibt es in der Apotheke, die die Pharmazeuten im Klinikgelände aufgebaut haben. Der angehende Apotheker Linus Korsmeier steht voll dahinter: "Ein bisschen Zucker braucht der Mensch ja auch immer; die helfen gut gegen Kopfschmerzen und wenn’s ein paar Vitamine sein sollen, haben wir ja auch Möhrchen im Angebot."

Teddyklinik findet großen Anklang

Die Aktion im Zentrum für Kinderheilkunde geht noch bis Freitag (14.06.2019). Rund 1500 Kinder kommen jedes Jahr. Während die ersten beiden Tage für angemeldete Kindergartengruppen reserviert sind, können am Freitagnachmittag auch Kinder ganz ohne Termin kommen.

Stand: 12.06.2019, 19:11