Nach dem Kohleausstieg - Tagung zum Strukturwandel in Aachen

Bagger am Tagebau Hambach

Nach dem Kohleausstieg - Tagung zum Strukturwandel in Aachen

Auf einer internationalen Tagung diskutieren 350 Forscher aus mehr als 40 Ländern über den Strukturwandel im Rheinischen Revier.

Auf dem dreitägigen Kongress werden verschiedene Ideen diskutiert, wie die Zukunft der Städte nach dem Ausstieg aus der Kohle aussehen kann.

Umbau der Wirtschaft im Aachener Raum

Ein Thema, das auch viele internationale Beobachter interessiert, ist das Auffangen des Kohleausstiegs im Aachener Raum. Nach dem Willen der Politik und mit Hilfe der Hochschulen soll der Aachener Raum zu einer Technologieregion werden. Dabei sollen Schwerpunkte auf die Entwicklung des automatischen Fahrens und der Elektromobilität gelegt werden. Auch treiben viele Start ups, oft Firmengründungen aus der RWTH Aachen heraus, diese Entwicklung voran. Sie schaffen nicht nur Arbeitsplätze, sondern geben der Wirtschaft insgesamt wichtige Impulse.

Kleine Orte wiederbeleben

Aber es geht auf der Tagung auch um kleine Orte wie Holzweiler oder Morschenich, die jetzt nicht mehr dem Tagebau weichen müssen. Es wird diskutiert, wie man diese kleinen Orte, in denen es nur noch wenige Häuser gibt, wiederbeleben kann. Dafür gibt es erst wenige konkrete Ideen. Nach Morschenich, so lauten Vorschläge, könnte man zum Beispiel regelmäßig kulturelle Veranstaltungen verlegen. So könnte der Ort attraktiver werden, hieß es. Solche Diskussionen sind auch für die Teilnehmer der Tagung aus dem Ausland interessant, weil viele alte Industrieregionen weltweit ähnliche Probleme haben.