Umweltverbände fordern Stopp im Tagebau

Umweltverbände fordern Stopp im Tagebau

  • Arbeiten rund um Braunkohle im Tagebau NRW sollen vorerst ruhen
  • RWE hält Rodungen im Hambacher Forst für erforderlich
  • Kohlekommission der Bundesregierung plant Kohle-Ausstieg
Tagebau Hambach

Tagebau Hambach

Umweltverbände und Bürgerinitiativen im Rheinischen Revier fordern, dass bis zu einem Ergebnis der so genannten Kohlekommission der Bundesregierung alle Arbeiten, Pläne und Genehmigungen rund um die Braunkohle auf Eis gelegt werden.

Unterstützt wird der Appell von insgesamt 16 Verbänden und Initiativen aus dem rheinischen Braunkohlerevier. Sie fürchten um den sozialen Frieden im Rheinland, sollte beispielsweise jetzt im Herbst der Hambacher Wald weiter gerodet werden, während die Kohlekommission in Berlin tagt. Das sei den Menschen nicht zu vermitteln.

RWE hält die geplanten Rodungen im Hambacher Forst für "zwingend erforderlich"

Eine vorübergehende Aussetzung der ab Oktober 2018 geplanten Rodung im Tagebau Hambach würde bereits kurzfristig das Vorankommen des Tagebaus und damit die Stromerzeugung in Kraftwerken in Frage stellen, heißt es laut DPA in einem Schreiben von RWE-Chef Rolf Martin Schmitz an die Vorsitzenden der Kohlekommission der Bundesregierung.

Die Kohlekommission soll bis Ende des Jahres einen Plan für den bundesweiten Ausstieg aus der Braunkohle entwerfen und zugleich die Kohleregionen im Rheinland, in der Lausitz und in Mitteldeutschland mit ihren knapp 21.000 direkten Arbeitsplätzen vor Strukturbrüchen bewahren.

Stand: 20.08.2018, 14:30