Tagebau Hambach: RWE beginnt Rekultivierung

2029 ist im Tagebau Hambach Schluss mit der Braunkohleförderung. Für RWE bedeutet das: schon jetzt die Rekultivierung vorbereiten. 40 Millionen Euro werden investiert.

Fünf Millionen Euro für neue Technik

Heute wurde dafür im Tagebau Hambach eine neue, leistungsfähigere Fördertechnik vorgestellt. Allein die hat fünf Millionen Euro gekostet. Für neue landwirtschaftliche Flächen wird der notwendige Boden aus dem Nachbartagebau Garzweiler geholt.

Vollautomatischer Bagger

Donnerstag, 15. September: Gegen 13 Uhr geht das neue Gerät an den Start: Ein vollautomatischer Schaufelradbagger - wesentlich kleiner als die Bagger, die man üblicherweise in den Tagebauen sieht. Das Schaufelrad misst 8,40 Meter im Durchmesser - ein übliches dagegen 22 Meter. Dieser kleine Bagger transportiert das Material, das für eine gute Ackerfläche benötigt wird.

Flächen für die Landwirtschaft

Ab jetzt wird auf der einen Seite noch Braunkohle gewonnen, aber genauso schnell wird auch rekultiviert. Pro Jahr wird eine Million Kubikmeter Löss von Garzweiler - per Bahn - nach Hambach transportiert.  250 Hektar Ackerland sollen so entstehen - das entspricht der Größe von 500 Fußballplätzen. Schon in wenigen Jahren können die Landwirte diese neuen Flächen bewirtschaften.

Ackerflächen mit hoher Qualität

Menschen am Tagebau Hambach | Bildquelle: Thomas Wenkert

Für RWE ist klar: Die Landwirtschaft ist ein wichtiger Teil des nachhaltigen Strukturwandels im Rheinischen Braunkohlerevier. Und die Qualität der neuen Böden sei genauso gut wie die jener Ackerflächen, die den Tagebauen weichen mussten. RWE und Landwirte arbeiten hier zusammen. Im Rahmen der Rekultivierung des Rheinischen Reviers sollen am Schluss insgesamt mehr als 1.000 Hektar Ackerflächen neu entstehen.

Neues Gerät am Tagebau Hambach 00:42 Min. Verfügbar bis 15.09.2023