Jülicher Forscher starten Deutschlands schnellsten Superrechner

Modulare Supercomputer JUWELS

Jülicher Forscher starten Deutschlands schnellsten Superrechner

  • Deutschlands schnellster Rechner in Betrieb
  • Rechenleistung entspricht 60.000 PC
  • Wissenschaftler haben modularen Rechner selbst entwickelt

Das Jülicher Forschungszentrum hat am Dienstag (18.09.2018) Deutschlands schnellsten Superrechner in Betrieb genommen. Er hat eine deutlich höhere Leistung als seine Vorgänger, ist aber dabei besonders energieeffizient. Weltweit steht er in der Liste der 500 schnellsten Rechner.

Einsatz in der Hirn-und Klimaforschung

Der neue Rechner ist kein Einzelstück, sondern besteht aus unterschiedlichen Modulen, die zusammengeschaltet werden können zu einem Großrechner. Geplant wurde er von den Jülicher Wissenschaftlern, weil ein solches Gerät nicht auf dem Markt zu kaufen ist.

Der Supercomputer muss extrem komplexe Rechenvorgänge erledigen – bis zu 12 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde. Das entspricht einer Leistung von 60.000 herkömmlichen PCs. Nötig sind diese Datenmengen zum Beispiel in der Hirnforschung, um 3D-Modelle des menschlichen Hirns abzubilden. Auch in der Klimaforschung ist ein solcher Superrechner hilfreich, weil der Vorhersagen berechnen kann.

JUWELS ist begehrt

"JUWELS" heißt der neue Supercomputer in Jülich. Die Abkürzung steht für Jülich Wizard for European Leadership Science und deutet an, was den Wissenschaftlern vorschwebt: Die europäische Führung in wissenschaftlichem Rechnen.

Der Jülicher Superrechner wird von Wissenschaftlern und Universitäten aus ganz Europa für Projekte genutzt und ist schon jetzt für die nächsten Monate ausgebucht. Im nächsten Jahr soll er nochmals erweitert werden, um die Rechenleistung erneut zu steigern.

Stand: 18.09.2018, 11:48