Aachener beteiligen sich an Suche nach außerirdischem Leben

Ein Bild des Jupiters mit dem Mond Europa

Aachener beteiligen sich an Suche nach außerirdischem Leben

Forscher der RWTH Aachen entwickeln einen Tauch-Roboter, der nach außerirdischem Leben suchen soll. Eingesetzt werden könnte er eines Tages auf dem Jupitermond Europa.

Der Mond Europa ist der sechstgrößte Mond in unserem Sonnensystem. Er ist ganz von Eis bedeckt. Aber Wissenschaftler vermuten schon seit einiger Zeit, dass sich unter diesen massiven Eisschichten Ozeane befinden. Und im Wasser dieser gewaltigen Meere könnte es Leben geben. Hier würde der Tauch-Roboter zum Einsatz kommen, den Forscher aus drei Instituten der RWTH Aachen im Rahmen eines Groß-Projekts des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt entwickeln.

Durch das Eis zu den Geheimnissen den Jupitermondes

Gelangt der Roboter mit einer Forschungsmission auf den Mond Europa, würde er sich mit einer Sonde durch das Eis schmelzen und in den Ozean darunter gleiten. Mithilfe neuer akustischer Sensoren, die an der RWTH Aachen entwickelt werden, könnte er sich ganz selbständig in dem Ozean orientieren. Dabei soll der Roboter ständig Proben sammeln, die Wissenschaftler später auswerten. Bis das Projekt reif für einen Einsatz im All ist, wird es aber noch Jahre dauern. Derzeit arbeiten Forscher an der Eis-Schmelzsonde, mit der der Roboter eines Tages durch das ewige Eis auf Europa brechen soll. Noch gibt es keinen Starttermin für die Forschungsreise zum Jupitermond Europa. Aber ihre Tauch-Technik werden die RWTH-Wissenschaftler in diesem Jahr schon einmal in einer Aachener Schwimmhalle testen. 

Stand: 13.01.2021, 11:16