Nach Sturz von Rheinschiff: Frau weiter vermisst

Zwei Mitarbeiter des Rettungsdienstes der Stadt Bonn neben einem Fahrzeug der Wasserrettung am Rhein.

Nach Sturz von Rheinschiff: Frau weiter vermisst

  • Frau nach Sturz von Schiff bei Bonn weiter vermisst
  • Tatverdächtiger wieder frei
  • Taucher brechen Suchaktion ab

Die Frau, die von einem Kreuzfahrtschiff in Bonn in den Rhein gestürzt war, wird immer noch vermisst. Die 25-jährige Frau war am Donnerstagabend (03.10.2019) in Höhe der Kennedybrücke von der "Rhine Princess" ins Wasser gestürzt. Feuerwehr, Wasserschutzpolizei sowie ein Polizeihubschrauber suchten den Fluss- und Uferbereich vergeblich ab.

Streit an Bord?

Die Polizei Bonn hatte zunächst einen 42 Jahre alten Bekannten der Frau festgenommen, der ebenfalls auf dem Schiff arbeitete und mit dem die Frau der Polizei zufolge wohl eine Beziehung hatte. Er hatte durch seine Meldung bei der Feuerwehr den Sucheinsatz ausgelöst.

In der Vernehmung habe er laut Polizei angegeben, dass die Frau nach einem Streit mit ihm zunächst an Deck des Schiffes gegangen und schließlich über Bord in den Rhein gestürzt sei.

Tatverdächtiger wieder freigelassen

Der 42-Jährige hat das Polizeipräsidium inzwischen wieder verlassen. Der Verdacht gegen ihn habe sich nicht erhärtet, hieß es von den Ermittlern. Der Polizei zufolge ist er am Freitag mit dem Schiff in Richtung Rotterdam weitergefahren.

Die großangelegte Suchaktion war am Freitag abgebrochen worden. Anrainer und Wasserschutzpolizei seien aber informiert worden, so die Polizei am Samstag (05.10.2019) - sie sollen aufmerksam bleiben. Wie die Polizei weiter mitteilte, hat das für Vermisstenfälle zuständige Kommissariat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Stand: 05.10.2019, 09:21