Forschungszentrum Jülich: Projekte für den Strukturwandel

Forschungszentrum Jülich

Forschungszentrum Jülich: Projekte für den Strukturwandel

Wissenschaftler wollen dazu beitragen, den Ausstieg aus der Braunkohle zu meistern. Das Rheinische Revier soll Modellregion werden.

Zum Jahresende präsentiert das Forschungszentrum Jülich traditionell neueste Ergebnisse aus Laboren und Instituten. Wegen der Coronapandemie gab es am Dienstagabend einen digitalen Vortragsabend unter dem Motto "Neues Denken, neue Chancen: Wie Forschung zum Strukturwandel beiträgt."

Ziel sind neue Arbeitsplätze

Es gehe nicht mehr alleine um wissenschaftliche Ergebnisse und Grundlagenforschung, sondern darum, in der Region Wertschöpfung zu generieren, betonte Aufsichtsratsvorsitzender Volker Rieke. Ziel ist es, mit Innovationen neue Produkte und Technologien in kurzer Zeit auf den Markt zu bringen und gleichzeitig neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Landwirtschaft im Wandel

Ein Beispiel dafür ist die Herstellung biobasierter Rohstoffe. Pflanzen können fossile Energieträger ersetzen. Die Landwirtschaft in der Region soll eine zentrale Rolle beim Anbau solcher Pflanzen spielen. Andere Beispiele sind die kostengünstige Herstellung und der klimaneutrale Transport von Wasserstoff. Er könnte in sonnenreichen Ländern mit Hilfe von Photovoltaik hergestellt und mit Tankern in flüssiger Form auf dem Seeweg nach NRW transportiert werden.

Selbstlernende Superrechner

Ein weiteres Forschungsprojekt sind neuartige Superrechner. Sie helfen dabei, dass Maschinen selbst lernen und Probleme eigenständig lösen können. Mit Hilfe von Computersimulationen sollen zum Beispiel neue Anlagen oder Maschinen virtuell getestet werden, um mögliche Konstruktionsfehler im Vorfeld auszuschließen.

Dialog mit der Gesellschaft

Das Forschungszentrum Jülich will nicht nur enger mit Unternehmen zusammenarbeiten. Wichtig sei auch, die Bürger einzubinden und Forschung nach außen zu vermitteln, sagte der Vorstandsvorsitzende, Professor Wolfgang Marquardt. Der Strukturwandel werde dazu führen, neue Wege zu gehen und viel zu lernen. Wichtige Voraussetzung dafür sei der Dialog mit der Gesellschaft.

Stand: 02.12.2020, 10:15