Städte an Betuwe-Linie für schnellere Stromabschaltung

Archivbild von 2005: Schienen der Betuwe-Linie

Städte an Betuwe-Linie für schnellere Stromabschaltung

  • Oberleitungen sollen schneller abgeschaltet werden
  • "Einsatzkräfte können nicht schnellstmöglich helfen"
  • Anlass für erneute Forderung ist Unglück in Meerbusch

Die Städte entlang der Betuwe-Linie zwischen Emmerich und Oberhausen wollen, dass nach Zugunglücken die Oberleitung schneller abgeschaltet wird. Im Katastrophenfall soll das laut Eisenbahnbundesamt innerhalb einer halben Stunde passieren. Nicht schnell genug, sagen die Bahnanliegerstädte.

Außerdem sollen auch Feuerwehrleute die Leitungen erden dürfen. Bisher müssen sie auf einen sogenannten Notfall-Manager der Bahn warten, bevor sie helfen können.

Forderung nach Zugunfall in Meerbusch

Grund für die Kritik und die Forderung ist das Zugunglück in Meerbusch am Dienstag (05.12.2017). Dort war durch den Unfall eine Oberleitung heruntergefallen – 15.000 Volt fließen durch so eine Leitung. Die Einsatzkräfte mussten länger warten, bis sie abgeschaltet wurde. Erst danach konnten sie ohne Gefahr in den verunglückten Zug.

Stand: 07.12.2017, 16:48