von der Sonne angestrahltes Windrad. Dunkle Wolken im Hintergrund, Symbolbild

Streit um Windräder vor Gericht

Stand: 18.01.2022, 11:28 Uhr

Fünf Windräder sorgen schon seit Jahren für Streit zwischen der Stadt Nideggen und dem Kreis Düren. Jetzt gab es deshalb einen Termin am Verwaltungsgericht Aachen.

Von Ingo Wagner

Das Aachener Verwaltungsgericht hat sich am Dienstag mit der jahrelangen Auseinandersetzung zwischen der Stadt Nideggen und dem Kreis Düren beschäftigt. Die Eifel-Kommune Nideggen hat den Kreis verklagt, weil der den Bau von fünf Windrad-Anlagen genehmigt hatte.

Nideggen kämpft aus mehreren Gründen gegen die Windräder

Nideggen hat unter anderem erklärt, dass die Windräder den Blick auf die denkmalgeschützte Burg stören würden. Das ist aber nicht der einzige Grund, warum die Eifel-Kommune seit Jahren hartnäckig gegen die fünf Windräder, die zwischen 2019 und 2021 am Stadtrand errichtet wurden, kämpft.

Fast noch wichtiger ist: Die Anlagen stehen dem weiteren Ausbau Nideggens im Wege. Denn schon bevor der Kreis den Bau der Windräder genehmigte, hatte die Eifel-Kommune Pläne gemacht, auf genau diesem Gebiet Neubauten zu entstehen zu lassen.

Eifel-Kommune sieht zukünftige Entwicklung gefährdet

Durch den Bau der Windräder, argumentiert die Stadt Nideggen, könnte das Neubaugebiet jetzt nicht entwickelt werden. Die Windkraftanlagen stünden dem Ausbau nicht nur im Wege, auch der Lärm und der Schattenwurf der Rotoren seien ein Problem für alle Menschen, die in dieses Gebiet ziehen wollten.

Jahrelange Auseinandersetzung

Vor dem Aachener Verwaltungsgericht soll die Auseinandersetzung, die schon seit Jahren Politik und Gericht beschäftigt, nun geklärt werden. Am Dienstag wurde kein Urteil gefällt. Und auch, wenn es bald ein Urteil geben soll: Es ist fraglich, ob das in diesem langanhaltenden Streit schon das letzte Wort wäre.