Streit um Luftfilter in Kölner Schulen

Symbolbild: Leeres Klassenzimmer einer Grundschule

Streit um Luftfilter in Kölner Schulen

Von Oliver Köhler

Die Stadt Köln und die Kölner Fachhochschule wollen untersuchen, ob Luftfilter in Klassenzimmern vor Corona schützen können. Bis das klar ist, verhindert die Stadt, dass Eltern eigene Filteranlagen einsetzen.

Die Stadt will mit der Untersuchung in vier Kölner Schulen klären lassen, ob sich mit Luftfilteranlagen tatsächlich Corona-Viren aus der Luft von Klassenzimmern entfernen lassen. Laut Stadt gibt es dazu bisher keine eindeutigen Erkenntnisse von Wissenschaftlern.

Untersuchungen der Universität der Bundeswehr bestätigen Wirksamkeit von Luftfiltern

Mehrere Kölner Elterninitiativen zum Beispiel im Agnesviertel oder in Junkersdorf hatten bereits im vergangenen Jahr beschlossen, Spenden zu sammeln, um Filtergeräte zu kaufen. In Gremberg hatten Eltern bereits Geräte beschafft.

Die Eltern berufen sich auf Studien der Universität der Bundeswehr. Aus den Studien des Physiker Christian Kähler geht hervor: Luftfilter können Schüler vor Corona schützen. Kähler hatte an seinem Institut einen Klassenraum nachgebaut und dort die Wirksamkeit von Geräten mit Hepa-Filtern bestätigt. Nach seinen Angaben wird das Infektionsrisiko durch die Filtergeräte stark reduziert.

Eltern müssen gekaufte Geräte zurücknehmen

Die Stadt Köln will trotzdem die eigenen Untersuchungen abwarten, bevor über Filtergeräte in Schulen entschieden wird. Die Elterinitiativen mussten jetzt also ihre Spendensammlungen stoppen und bereits gekaufte Filter-Geräte zurückgeben.

Stand: 13.01.2021, 07:15