Köln: Streit um Ellmühle beendet

Außenansicht Gebäude, Hafenbecken, Logo und Schriftzug "Aurora"

Köln: Streit um Ellmühle beendet

Die Ellmühle im Deutzer Hafen kann zu einem Wohn- und Büroquartier umgebaut werden. In die denkmalgeschützten Silos der Getreidemühle dürfen Fenster eingebaut werden. Drauf haben sich der Denkmalschutz und die städtische Tochtergesellschaft „moderne stadt“ außergerichtlich geeinigt.

Die Ellmühle mit dem bekannten Aurora-Stern an der Fassade ist bisher eine der größten Getreidemühlen der Republik. Derzeit wird die Technik ausgebaut. Das Unternehmen verlagert die Produktion nach Neuss. Das komplette Viertel im Deutzer Hafen soll umgebaut werden.

Klage wegen Denkmalschutz

Mehr als 90 Prozent der Gebäude hatte der Konservator unter Schutz gestellt. Dagegen hatte der neue Grundstücksbesitzer, die „moderne stadt“ geklagt. Durch den weitreichenden Denkmalschutz könnten in dem Viertel nicht ausreichend Wohnungen gebaut werden. Pikant dabei: Die „moderne stadt“ ist eine Tochtergesellschaft der Stadt Köln.

Erste Arbeiten noch in diesem Jahr

Bei dem Streit ging es vor allem um den Einbau von Fenstern in die Fassade und eine Veränderung der Treppenhäuser. Von den jetzt elf Silos sollen sechs stehen bleiben. Mit der außergerichtlichen Einigung ist der Weg frei für die Neugestaltung des Viertels, in dem einmal rund 7000 Menschen leben und arbeiten sollen.

Vorbereitende Arbeiten wie das Verlegen von Leitungen sollen in der zweiten Jahreshälfte beginnen. Das Viertel soll nach den Plänen eines Kopenhagener Architekturbüros umgestaltet werden. Neben dem Umbau der bestehenden Mühlengebäude werden auch Neubauten rund um das Hafenbecken entstehen.

Stand: 12.01.2021, 11:26

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