Streit um Ebertplatz in Köln spitzt sich weiter zu

Neugestaltung Ebertplatz

Streit um Ebertplatz in Köln spitzt sich weiter zu

Der politische Streit um die Zukunft des Ebertplatzes in der Kölner Innenstadt verschärft sich weiter. Bleiben die unterirdischen Künstler-Passagen erhalten oder nicht? Heute ist Krisengipfel.

Vor allem bei den Grünen wird darüber heftig gestritten, ob die unterirdischen Passagen erhalten bleiben. Denn sie hatten zugesagt, auch das prüfen zu wollen.

Doch inzwischen hält die Stadtverwaltung das Vorhaben, die Künstlerräume bestehen zu lassen, für viel zu teuer. Die Bausubstanz sei schadhaft, und den Beton zu sanieren würde die Kosten in die Höhe treiben. Also solle nur geprüft werden, wie der Ebertplatz ebenerdig, also ohne Untergeschoss, umgebaut werden kann.

Ebertplatz in Köln

Bleiben die Passagen unter dem Ebertplatz erhalten oder nicht?

Der Bürgerverein Eigelstein sieht das anders. Eine Prüfung auch des Zustands der Passagen würde zwar zusätzlich Zeit in Anspruch nehmen, aber angesichts einer mittlerweile fast zwanzig Jahre andauernden Diskussion sei das verschmerzbar. Der Verein hatte seine Mitglieder befragt und sich für den Erhalt der Passagen ausgesprochen und bereits einen eigenen Entwurf vorgelegt.

Kritik an möglichem Alleingang

Wenn die Variante nun gar nicht mehr geprüft werden soll, werde gegen den Willen der Bürger gehandelt, sagt der Verein Eigelstein. Eine Frage der Glaubwürdigkeit auch für die Grünen.

Sie wollen sich jetzt mit dem Bürgerverein treffen und mit den Galeristen, die im Untergeschoss residieren. Denn sie müssten auf jeden Fall weg, wenn die Passagen abgerissen würden. Die Galeristen haben bereits ihren Protest gegen die Pläne öffentlich gemacht. Ein "Krisengipfel" soll bereits heute stattfinden.

Stand: 12.03.2021, 07:09

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