Elsdorf wehrt sich gegen weitere Kiesgruben

Eine Kiesgrube in Elsdorf

Elsdorf wehrt sich gegen weitere Kiesgruben

Von Stephan Pesch

  • Unter Elsdorf liegt viel Sand und Kies
  • NRW stuft Vorkommen als bedeutend ein
  • Elsdorf sieht Stadtentwicklung durch Abbau gefährdet

Unter Elsdorf schlummern Bodenschätze. Neben der Braunkohle sind das vor allem Sand und Kies und die sind in NRW knapp. Die Landesregierung stuft daher die heimischen Bodenschätze als hochrangig bedeutend ein, sowohl für die Wirtschaft als auch für die Entwicklung des Landes. So steht es auch im neuen Landesentwicklungsplan.

Auf den Abbau hat Elsdorf aber kaum Einfluss. Gegen den Willen der Stadt steigt seit Jahren die Zahl der Kiesgruben am Rand des Tagebaus Hambach. Einwände und Bedenken der Stadtrates blieben trotz einstimmiger Beschlüsse ohne Erfolg. Bislang seien alle Vorhaben von übergeordneten Behörden genehmigt worden, sagt Bürgermeister Andreas Heller. Für Elsdorfs Verwaltungschef ist die Grenze der Belastung längst überschritten.

Sorge um Stadtentwicklung

Es fehlen Flächen für neue, zukunftsfähige Unternehmen, die neue Arbeitsplätze schaffen. Denn auf den Flächen, die für den Kiesabbau reserviert sind, darf nicht gebaut werden. Zusätzlich ist fast ein Drittel des Stadtgebiets noch vom Tagebau beansprucht - immerhin rund 20 Quadratkilometer. Auf diesem Teil sei schon seit 40 Jahren keine Entwicklung möglich und daran würde sich sobald nicht ändern, sagt Bürgermeister Andreas Heller. Daher fordert die Verwaltung vom Land NRW einen sofortigen Genehmigungsstopp für neue Kiesgruben auf Elsdorfer Stadtgebiet.

Stand: 08.03.2019, 14:39