Streit um Ausbau des Kölner Fußballstadions

007 Köln Rheinenergie-Stadion

Streit um Ausbau des Kölner Fußballstadions

  • Kapazität soll auf 75.000 Zuschauer erhöht werden
  • Ausbau technisch möglich, aber eine Herausforderung
  • Baubeginn frühestens nach der Fußball-EM 2024
  • Anwohner haben bereits Klagen angekündigt

Der Aufsichtsrat der Kölner Sportstätten hat sich heute (17.07.2019) mit einer Studie zum Ausbau des Rheinenergie-Stadions befasst. Experten hatten während der vergangenen Monate einen Ausbau von jetzt 50.000 Plätzen auf zukünftig 70.000 beziehungsweise 75.000 Plätze geprüft. Laut Gutachten ist eine Erweiterung technisch möglich. Allerdings gebe es erhebliche Herausforderungen, wie planungs- und umweltrechtliche Fragestellungen.

Im Focus steht auch die Frage, ob sich ein solcher Ausbau überhaupt finanziell rechnet. Immerhin werden mindestens Kosten in Höhe von 215 Millionen Euro veranschlagt. Und: Die Erweiterung müsste im laufenden Spielbetrieb durchgeführt werden. Das würde die jetzige Kapazität für einen längeren Zeitraum erheblich einschränken.

Köln Rheinenergie-Stadion

Aus der Vogelperspektive: das Rheinenergie-Stadion in Köln

Die Verkehrssituation rund um das Stadion im Kölner Westen ist jetzt schon angespannt. Nochmal 20 bis 25.000 Besucher zusätzlich würden bei An-und Abreise zum Kollaps führen - fürchten zumindest die Kritiker. Dazu zählt auch die Interessen-Gemeinschaft Junkersdorf. Die Mitglieder sind Anwohner des Stadions. Sie haben gegenüber dem WDR jetzt schon eine Klagewelle gegen einen möglichen Stadionausbau angekündigt.

Sollte das Stadion tatsächlich ausgebaut werden, dauert es noch mehrere Jahre bis es soweit ist. Denn erst nach der Fußball-Europameisterschaft 2024 dürften die Bagger in Müngersdorf anrücken. Für die EM-Spiele ist das Stadion bereits abgenommen, bauliche Änderungen sind bis dahin nicht möglich.

Stand: 17.07.2019, 11:09

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