Streit um Katzengrab in Mönchengladbach

Mönchengladbach: Streit um Katzengrab beschäftigt Gericht

Streit um Katzengrab in Mönchengladbach

  • Tierhalter klagt gegen Friedhofsbetreiberin
  • Grab verkürzt – Katze unter Randstein begraben?
  • Gericht weist Klage ab

Der Streit um ein Katzengrab hat am Freitag (14.09.2018) das Amtsgericht in Mönchengladbach beschäftigt. Der Tierhalter warf der Betreiberin des privaten Tierfriedhofs vor, das Grab seiner Katze "Minki" verkürzt zu haben. Allerdings erschien er nicht zur Verhandlung. Das Gericht wies seine Klage daraufhin ab.

Friedhofsbetreiberin ließ Grab verkleinern

Die Kurzhaarkatze wurde vor einem Jahr auf dem Tierfriedhof beigesetzt. Der Katzenbesitzer dekorierte die letzte Ruhestätte seiner Minki – und darüber hinaus auch die benachbarte Grabstelle, so die Friedhofsbetreiberin.

Als diese Grabstelle nun gebraucht wurde, ließ die Betreiberin die Steine an Minkis Grab versetzen. Laut dem Besitzer liegt seine Katze nun mit den Vorderpfoten unter einem Randstein.

Tierhalter forderte Exhumierung

Die Betreiberin habe die Steine "in infamer Pietätlosigkeit" versetzt und eine Pflanze "ungefähr über dem Herzen der Katze" weggeworfen, so der Vorwurf des Katzenbesitzers.

Um zu klären, ob Minki tatsächlich unter einem Randstein liegt, forderte der Besitzer eine Exhumierung der Katze. Zudem wollte er dann das Grab um 40 Zentimeter verlängern. Die Friedhofsbetreiberin argumentiert hingegen, das verkürzte Grab entspreche der vermieteten Fläche.

Der Tierhalter kann gegen das am Freitag ergangene Versäumnisurteil Einspruch einlegen und so den Zivilstreit fortsetzen.

Stand: 14.09.2018, 15:20