Öffentlicher Dienst: Tausende demonstrierten in NRW

Öffentlicher Dienst: Tausende demonstrierten in NRW

  • Tausende Landesbedienstete im Streik
  • Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Geld
  • Arbeitgeber kritisieren Forderung

Am Dienstag (26.02.2019) sind in Düsseldorf und Hamm insgesamt etwa 13.000 Landesbedienstete für mehr Geld auf die Straße gegangen. Darunter waren Lehrer, Sozialarbeiter, Pflegekräfte, Feuerwehrleute und Polizisten. Auch Angestellte aus Verwaltung und Justiz streikten ganztägig.

Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr

Öffentlicher Dienst: Streik und Demos in Düsseldorf

Etwa 10.000 Teilnehmer kamen zur Abschlusskundgebung vorm Landtag

Zum Streik aufgerufen hatten unter anderem die Dienstleistungs-Gewerkschaft Verdi, die Gewerkschaft der Polizei, die Bildungsgewerkschaft GEW und der Beamtenbund dbb. Sie fordern für ihre Mitglieder in der laufenden Tarifrunde im Öffentlichen Dienst sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro im Monat mehr. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder hat in den bisherigen beiden Verhandlungsrunden noch kein Angebot vorgelegt. Die Arbeitgeber kritisieren die Forderungen als völlig überzogen.

Streik-Auswirkungen an Unikliniken

An den Uniklinken des Landes, zum Beispiel in Düsseldorf und Essen, würden durch die Warnstreiks Auswirkungen zu spüren sein, hatte eine Verdi-Sprecherin dem WDR im Vorfeld gesagt. Die Gewerkschaft rechne damit, dass ganze Stationen dicht machen und OPs verschoben werden müssen. Die Uniklinik in Düsseldorf bestätigte, dass in Einzelfällen Termine verschoben worden seien.

Bereits am Montag (25.02.2019) hatten Mitarbeiter der Unikliniken in NRW die Arbeit niedergelegt.

Warnstreiks an den Unikliniken

WDR 5 Westblick - Interview 25.02.2019 05:15 Min. Verfügbar bis 25.02.2020 WDR 5

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Tarifverhandlungen werden am Donnerstag fortgesetzt

Die Tarifverhandlungen für die etwa 800.000 Beschäftigten der Bundesländer im öffentlichen Dienst werden am Donnerstag (28.02.2019) in Potsdam mit der dritten Runde fortgesetzt.

Stand: 26.02.2019, 15:03