Klima-Experiment: Würselener Schüler schicken Ballon in Stratosphäre

Schüler bereiten den Ballon vor bevor dieser in die Luft steigt

Klima-Experiment: Würselener Schüler schicken Ballon in Stratosphäre

Schüler des Weiterbildungskollegs der Städteregion in Würselen haben im Rahmen einer Projektwoche am Freitag einen Wetterballon starten lassen.

Schüler des Weiterbildungskollegs der Städteregion haben am Mittag einen Wetterballon 40 Kilometer hoch in die Stratosphäre geschickt. Er soll dort nicht nur die Temperatur messen, sondern auch nachweisen, wie sich das Klima in höheren Schichten auf chemische Prozesse auswirkt.

An Bord waren nicht nur Instrumente, die Klimadaten sammeln, sondern auch eine Kamera, die etwa alle zwei Sekunden ein Bild schoss. Verfolgt wurde das Spektakel vor Ort von mehr als einhundert Schülern.

Sichere Landung am Fallschirm

Wenige Stunden später war das Ziel erreicht. An der Grenze zum Weltraum fiel der Ballon in sich zusammen und schwebte an einem Fallschirm wieder sanft zur Erde zurück.

Eine GPS-Anzeige zeigt an, wo sich der Ballon gerade befindet

Eine GPS-Tracker zeigt an, wo sich der Ballon gerade befindet.

Am späten Nachmittag landete er dann im Dreiländereck zwischen Luxemburg, Belgien und Deutschland, bei Eschfeld in Rheinland-Pfalz. Damit er gefunden werden konnte, hatten die Schüler auch einen GPS-Tracker verbaut.

Messungen und Experimente

Während des Fluges sammelten die Messgeräte, die in einer Styroporbox verpackt waren, Daten wie Flughöhe oder Temperatur. Vorbereitet hatten die Schüler auch mehrere Experimente. So wurde unter anderem Eisensulfat hochgeschickt, um zu sehen, wie das mit der Ozonschicht interagiert.

Sogar ein Schokokuss war mit dabei

Ein Schokokuss und Chemikalien stehen auf einem Brett, welches an dem Ballon befestigt werden wird

Ein Schokokuss war mit an Bord.

Auch Chlorophyl war mit an Bord. Hier gingen die Schüler bereits vor dem Start davon aus, dass es während des Fluges seine grüne Farbe verändert - vor allem durch die Sauerstoffarmut in der Stratosphäre. Der meist beäugte Gast vor dem Abflug war aber ein Schokokuss. Er hielt irgendwann dem Druck nicht mehr stand und platzte.

Ergebnisse werden jetzt ausgewertet

Die gesammelten Daten sollen in den kommenden Monaten in den Unterricht des Weiterbildungskollegs der Städteregion einfließen. Projektleiterin und Abiturientin Regina Chitalla und ihre Mitschüler freuen sich schon jetzt darauf, die Daten auszulesen und auch nochmal grafisch darzustellen.

Stand: 08.10.2021, 17:05