Tausende Kölner genießen autofreie Nord-Süd-Fahrt 

23.06.2019, Köln: Besucher der Nord-Süd Fahrt am autofreien Sonntag

Tausende Kölner genießen autofreie Nord-Süd-Fahrt 

Von Jochen Hilgers

  • Nord-Süd-Fahrt gehört Fußgängern und Fahrradfahrern
  • Verkehrskonzepte der Zukunft
  • Konzert im Nord-Süd-Fahrt-Tunnel

Für die Aktion "Straßenland" ist eine der Hauptverkehrsachsen der Stadt, die Kölner Nord-Süd-Fahrt, den Sonntag (23.06.2019) über für den Autoverkehr gesperrt.

Dafür stellen mehr als hundert Aussteller Verkehrskonzepte vor sowie Antriebsarten, alternative Beförderungsmöglichkeiten oder intelligente Verkehrsapps. Das übergeordnete Thema der Veranstalter heißt: "Wie wollen wir leben?".

Präsentiert werden Ideen, Projekte und Beiträge rund um urbanes Leben, Mobilität und Ökologie. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist kostenlos.

Reker singt kölsche Lieder mit

Die vielleicht schönste Szene spielt sich am Mittag im dunklen, unfreundlich wirkenden Tunnel der Nord-Süd-Fahrt ab. Der Leiter des Jugendchors St. Stefan, Michael Kokott hat diesmal ältere Menschen zu einem Chor vereint. Sie stehen dort, wo sonst die Autos durchrasen und singen kölsche Lieder.

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos), die gerade die Aktion "Strassenland“ besucht, gesellt sich spontan dazu und singt laut mit. Für Michael Kokott ist es der bisher ungewöhnlichste Ort für einen Chorauftritt.

Reger Zuspruch

Tausende Kölner und Angereiste aus dem Umland flanieren derweil über die Nord-Süd-Fahrt und durch den Tunnel. Viele sind mit dem Fahrrad hier. Die meisten aber mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die an diesem Sonntag nichts kosten. Denn die sind heute umsonst. Der Aktionstag gibt einen Eindruck, wie eine autofreie Stadt aussehen könnte.

Autofreier Sonntag auf der Nord-Süd-Fahrt in Köln

Mann auf einer Straße

Am Sonntagmorgen (23.06.2019) war es fast noch gespenstisch leer auf der sonst so viel befahrenen Kölner Nord-Süd-Fahrt. Die wurde für die Aktion Straßenland gesperrt.

Am Sonntagmorgen (23.06.2019) war es fast noch gespenstisch leer auf der sonst so viel befahrenen Kölner Nord-Süd-Fahrt. Die wurde für die Aktion Straßenland gesperrt.

Manch einer nutzte die Hauptverkehrsachse der Kölner Innenstadt für einen Morgenspaziergang ...

... oder für eine rasante Fahrt auf Inlineskates.

Am Vormittag füllte sich die Straße dann mit Leben. Viele Firmen, Vereine und Organisationen hatten ihre Stände auf der Straße aufgebaut.

So entstand auch eine Ausstellungs- und Interaktionsplattform für zukünftige Mobilitätskonzepte und nachhaltiges Zusammenleben.

Besucher konnten E-Bikes und E-Roller ausprobieren, sich beim Fahrradclub informieren und die Arbeit gemeinnütziger Vereine kennenlernen.

Radfahrer konnten einen Geschicklichkeitsparcours überwinden.

Auch Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) war bei der Aktion "Straßenland" dabei.

Pause auf dem Grünstreifen: Das ging beim Aktionstag "Straßenland" mitten in der Kölner Innenstadt.

Fahrt im E-Autorikscha

An den vielen Informationsständen geht es überwiegend um alternative Transportmittel und Antriebe. E-Bikes und Fahrzeuge mit Solarantrieb sind besonders umlagert. Henriette Reker ist mit 5 Kilometer pro Stunde unterwegs. Sie lässt sich mit einer Autorikscha fahren - mit E-Antrieb natürlich.

Stand: 23.06.2019, 16:22