57 neue Stolpersteine in Köln

Stolpersteine

57 neue Stolpersteine in Köln

  • 57 neue Stolpersteine in Köln
  • Erinnerung an verschleppte und ermordete Menschen
  • Bislang mehr als 70.000 Steine verlegt

Diesmal sind es mehr 20 Straßen und Plätze auf denen der Künstler Gunther Demnig in Köln tätig wird. Drei Stolpersteine werden Mittwoch (25.09.2019) am Sülzgürtel in den Boden eingelassen. Dort wird an drei Sinti und Roma Kinder gedacht, die im ehemaligen Kinderheim von Köln-Sülz untergebracht waren. Von dort wurden sie ins Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert und umgebracht.

Erinnern an verfolgte Menschen

Der Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt  am 30.08.2018 in Chemnitz Stolpersteine

Weitere Stolpersteine erinnern an ermordete jüdische Kölnerinnen und Kölner, an einen als Deserteur verurteilten und hingerichteten Soldaten, einen verfolgten Homosexuellen sowie an zwei politisch Verfolgte. Daran zeige sich, wie breit das Spektrum der durch das NS-Regime verfolgten Menschen gewesen ist, sagt eine Sprecherin des Kölner NS-Dokumentationszentrums.

1996 verlegte Demnig in Berlin-Kreuzberg illegal den ersten Gedenkstein. Seit 2000 wird das Projekt Stolpersteine dann legal in Deutschland weitergeführt. Mittlerweile sind es weit mehr als 70.000 Messingtafeln in 1.200 Kommunen in Deutschland und in 24 Staaten Europas in den Boden eingelassen worden. Es ist nach Angaben Gunther Demnigs damit das größte dezentrale Mahnmal der Welt. Mit den Steinen vor den Häusern werde die Erinnerung an die Menschen lebendig, die hier wohnten, so der Künstler.

Stand: 25.09.2019, 07:28