Nach tödlichem Zugunfall: Warnung vor Gleisüberquerungen

Der Stolberger Hauptbahnhof mit einem Polizisten im Vordergrund

Nach tödlichem Zugunfall: Warnung vor Gleisüberquerungen

  • 27-Jähriger am Samstag (24.02.2019) im Stolberger Hauptbahnhof vom Güterzug erfasst
  • Behelfsbrücke zu Bahnsteigen bleibt oft ungenutzt
  • Polizei ermittelt in alle Richtungen

Im Stolberger Hauptbahnhof ist vergangenen Samstag (23.02.2019) ein Mann beim Überqueren der Gleise von einem Güterzug erfasst worden und tödlich verunglückt. Bei dem Mann handelt es sich um einen 27-Jährigen aus Eschweiler. Das gab die Polizei drei Tage nach dem Unfall bekannt.

Ermittlungen der Polizei

Noch immer sind die näheren Umstände, wie es zu dem tödlichen Unfall kommen konnte, unklar. Nach Angaben der Aachener Staatsanwaltschaft gibt es keine Anhaltspunkte, dass Dritte beteiligt waren. Eine Obduktion wurde angeordnet.

Bauarbeiten an Bahnhöfen

In Stolberg, Eschweiler und anderen Bahnhöfen wird derzeit gebaut. Sie werden fit gemacht für den RRX. Bahnsteige werden verlängert und barrierefreie Zugänge geschaffen. Damit die Fahrgäste zu den Bahnsteigen gelangen, gibt es Behelfsbrücken.

Betreten verboten!

Die Bundespolizei sagt am Montag (25.02.2019): "Leider wird die Brücke in Stolberg aus unerklärlichen Gründen teilweise nicht genutzt." Immer wieder gebe es Reisende, die die lebensgefährliche Abkürzung über die Gleise nehmen. Sie unterschätzen die Gefahr. Sie empfiehlt nachdrücklich, die Behelfsbrücke zu benutzen.

Züge mit Tempo 100 unterwegs

Der Thalys und Güterzüge fahren laut Bundespolizei mit zum Teil recht hoher Geschwindigkeit durch die Bahnhöfe. Deswegen warnt sie: Befindet man sich zu diesem Zeitpunkt im Gleisbereich, reicht die Zeit oftmals nicht, um auf einen sicheren Bahnsteig zu gelangen. Auf sein Gehör sollte man sich nicht verlassen. Oft höre man die Züge erst sehr spät.

Stolberg: tödlicher Unfall im Bahnhof

00:25 Min. Verfügbar bis 25.02.2020

Stand: 26.02.2019, 10:27