840.000 Euro Steuern in Siegburger Bordell unterschlagen

Die beiden angeklagten ehemaligen Bordellbetreiber (2. v.l. und ganz rechts) müssen sich wegen Steuerhinterziehung verantworten.

840.000 Euro Steuern in Siegburger Bordell unterschlagen

Von Christoph Hensgen

  • Ehemaliges Betreiber-Duo von Siegburger Bordell vor Gericht
  • Anklage: 840.000 Euro unterschlagene Steuern
  • Beschuldigte haben umfassend gestanden

Vor dem Bonner Landgericht hat am Mittwoch (29.01.2020) der Prozess gegen die ehemaligen Betreiber eines Nachtclubs begonnen. Das Paar ist wegen Steuerhinterziehung in großem Stil angeklagt.

Umfassendes Geständnis abgelegt

Am ersten Prozesstag haben beide Angeklagte ein umfassendes Geständnis abgelegt. Die Kammer hatte ihnen nach einem Verständigungsgespräch mit allen Prozessbeteiligten eine Bewährungsstrafe zugesagt, falls sie den Fall umfassend aufklären. Nicht zuletzt, weil die Finanzbehörden viel zu lange untätig gewesen seien.

Vermutlich anonymer Hinweis

Acht Jahre lang sollen die Angeklagten einen florierenden Nachtclub betrieben haben. Bis Steuerfahnder im Jahr 2015 – vermutlich nach einem anonymen Hinweis – die komplette Buchführung konfiszierten. Kurz darauf schloss das Etablissement.

Mehr Prostituierte beschäftigt als angegeben

Nach langjährigen Ermittlungen wirft die Anklage dem Duo vor, knapp 840.000 Euro an Steuern vorenthalten zu haben. Die Betreiber hätten viel mehr Damen beschäftigt, als auf dem Papier angegeben waren. Außerdem hätten sie nicht alle Einnahmen der Angestellten versteuert.

Sex gegen Geld - Eine Woche im Bordell

1LIVE Reportage 23.07.2019 31:28 Min. Verfügbar bis 22.07.2020 1LIVE

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Stand: 29.01.2020, 14:40