Arbeitsplatzabbau bei Grünenthal in Aachen

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Arbeitsplatzabbau bei Grünenthal in Aachen

Von Ingo Wagner

  • Einigung von Geschäftsführung und Betriebsrat
  • Forschung und Entwicklung werden umstrukturiert
  • Keine Kündigungen beim Stellenabbau

Nach langen Verhandlungen haben sich Geschäftsführung und Betriebsrat beim Aachener Unternehmen Grünenthal geeinigt: Rund 200 Stellen sollen abgebaut werden. Darauf haben sich am Dienstag (13.08.2019) Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter geeinigt.

Forschung wird neu aufgestellt

Grund für den Stellenabbau ist eine Neuausrichtung der Forschung des Unternehmens. „Die heute zur Verfügung stehende Vielfalt von erfolgversprechenden Therapieansätzen macht es einem mittelständischen Unternehmen unmöglich, eigene Kapazitäten in jedem Bereich vorzuhalten“, sagt Grünenthals CEO Gabriel Baertschi. Deshalb wolle sich das Unternehmen auf einige Schwerpunkte konzentrieren – unter anderem im Bereich der Zell- und Gentherapie. Der dafür notwendige Stellenabbau soll aber sozialverträglich erfolgen.

Kündigungen vermeiden

Die Einigung mit dem Betriebsrat sieht vor, dass Kündigungen vermieden werden sollen. Das Unternehmen will die Stellen durch interne Versetzungen, Altersteilzeit und ein Freiwilligenprogramm abbauen. Das heißt, wer freiwillig geht, der bekommt dafür Geld und Beratung beim Jobwechsel.

Arbeitsplatzsicherheit für die übrigen Mitarbeiter

Der Betriebsrat wertet es als Verhandlungserfolg, dass die höhere Anzahl von Kündigungen, von denen in den Medien die Rede war, vermieden werden konnte. Für die verbleibenden Grünenthal-Mitarbeiter konnte der Betriebsrat mit dem Unternehmen außerdem einen Kündigungsverzicht für die nächsten drei Jahre aushandeln.

Stand: 13.08.2019, 15:56

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