Feuerwerk- und Böllerverkauf ist in NRW gestartet

Feuerwerk- und Böllerverkauf ist in NRW gestartet

  • Start von Feuerwerksverkauf in NRW schon in der Nacht
  • Lagerverkäufe in Grevenbroich und Eitorf
  • Produktpräsentation lockt 1.000 Menschen an
Menschen stehen nachts in einer Schlange

Schlange stehen fürs Feuerwerk

Seit Samstag (28.12.2019) dürfen wieder Raketen und Feuerwerksbatterien im Handel verkauft werden. Zum Verkaufsstart für das Silvesterfeuerwerk sind schon am Freitagabend etwa 1.000 Menschen nach Grevenbroich gekommen. Dutzende standen bereits ab Mitternacht in der Schlange, um ihre bestellten Böller abzuholen.

Nach erster Einschätzung des Geschäftsführers wurde in diesem Jahr genauso viel bestellt wie im vorigen Jahr. Über zehn Tonnen Feuerwerk standen den Kunden beim dortigen Lagerverkauf zur Verfügung.

Über eine Stunde Vorschießen

Zuschauer schauen auf ein Feuerwerk

Vorschießen in Grevenboich

Vor dem Verkaufsstart gab es in Grevenbroich ein sogenanntes Vorschießen. Rund 100 verschiedene Feuerwerksprodukte wurden für die Zuschauer über eine Stunde lang "vorgeschossen". Diese konnten sich dann ihr Lieblingsprodukt aussuchen und dies dann am frühen Samstagmorgen auch im Lagerverkauf erwerben.

Die Verantwortlichen in Grevenbroich freuten sich auch in diesem Jahr wieder über einen großen Andrang. "Es kann sein, dass die ersten Highlights schon im Laufe des Samstags ausverkauft sind", sagte der Veranstalter gegenüber dem WDR.

Weitere Lagerverkäufe in NRW

Männer stehen um einen Grill herum

Schon nachts zum Werksverkauf

Auch in anderen Städten Nordrhein-Westfalens gibt es Feuerwerk-Lagerverkäufe. In Eitorf bei Bonn verkauft die Firma Weco ihre Produkte direkt ab Werk. Auch hier warteten bereits ab Freitagmorgen die ersten Feuerwerk-Fans auf den Verkaufsstart am Samstag. Mit kleinen Feuerstellen, Grills und Kaffee verbrachten sie die Nacht.

Ein Weco-Sprecher zeigte sich im WDR-Interview skeptisch, ob die aktuelle Debatte zum Klimaschutz tatsächlich Auswirkungen auf die Verkaufszahlen in diesem Jahr haben werde. Allerdings müsse sich zeigen, wie viel Feuerwerk der Einzelhandel dann tatsächlich an den Endkunden verkaufe.

Diskussion um Böllerverbot an Silvester

Nach einer Befragung des Instituts "YouGov" für das Redaktionsnetzwerk Deutschland befürworten 57 Prozent der Deutschen ein generelles Böllerverbot an Silvester. Vor allem aus Umweltschutz- und Sicherheitsgründen. Einige Bau- und Supermärkte bieten in diesem Jahr gar kein Silvesterfeuerwerk mehr zum Verkauf an.

Rüdiger Storch, Bürgermeister der Gemeinde Eitorf, ist Feuerwerks-Verbotszonen gegenüber skeptisch. Mit einem Feuerwerksverzicht rette man die Welt nicht, so Storch im Interview. In Grevenbroich will man bis zum Silvestertag ausverkauft sein.

Sind Feuerwerk-Verbote wirklich sinnvoll?

WDR 5 Morgenecho - Interview 28.12.2019 04:53 Min. Verfügbar bis 27.12.2020 WDR 5

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Stand: 28.12.2019, 07:00