Digitale Starkregen-Karten für den Rheinisch-Bergischen-Kreis

Per Karte ausgewiesene Überflutungszonen in Untereschbach

Digitale Starkregen-Karten für den Rheinisch-Bergischen-Kreis

Wo drohen Überflutungen? Das können sich die Menschen im Rheinisch-Bergischen Kreis mit Hilfe einer digitalen Karte anschauen.

In der Karte werden die Wasserbewegungen simuliert: Es wird gezeigt, wie das Wasser die Berghänge herunterfließt, wie die Pegel in den Bächen steigen und welche Wiese oder Wohn- und Gewerbegebiete überflutet werden. Mit einem Klick in die Karte können die jeweiligen Wasserhöhen angezeigt werden.

Es ist eine Hilfe, damit sich Anwohner Gedanken über einen zusätzlichen Schutz ihrer Häuser machen können. Aber die Karte richtet sich auch an die Kommunen. Denn es wird sehr deutlich sichtbar, in welchen Bereichen eine Überflutungsgefahr droht und eine Bebauung gefährdet ist. Dennoch bleibt die Karte nur eine Entscheidungshilfe: Denn die Planung für zusätzliche Wohn- oder Gewerbegebiete verantworten die Kommunen selbst.

Hundertjähriges Sommergewitter

Der Kreis hatte die Karte bereits vor zwei Jahren in Auftrag gegeben. Zugrunde gelegt wurde ein Starkregen-Ereignis, wie es statistisch alle hundert Jahre vorkommt. Ein klassisches Sommergewitter, bei dem es während einer Stunde 55 Liter pro Quadratmeter regnet.

Der Starkregen in diesem Sommer allerdings war mit bis zu 140 Liter pro Quadratmeter wesentlich heftiger und wird angesichts der veränderten Klimabedingungen möglicherweise häufiger als bisher berechnet vorkommen.

Die Simulation ist hier abrufbar:

Stand: 19.10.2021, 11:13