Mieter kämpfen für Siedlung in Köln-Stammheim

Mehrere Menschen sitzen im Kreis und unterhalten sich

Mieter kämpfen für Siedlung in Köln-Stammheim

  • Stadt will einige Häuser abreißen
  • Auf Gelände soll Grünfläche entstehen
  • Anwohner wehren sich

Die Stadt will die bereits 1947 als Notunterkünfte gebauten Häuser in der Köln-Stammheimer Siedlung "Egonstraße" nach und nach abreißen. Dagegen wehren sich die Mieter jetzt.

Bestandsschutz für die Häuser

Ein großes Banner mit einer Parole hängt an einer Wand neben einem Wohnhaus

Die Stammheimer Mieter wehren sich gegen die Pläne der Stadt

Bei einer Versammlung der Anwohner wurde die Gründung eines eigenen Vereins besprochen. Der soll leerstehende Gebäude renovieren, damit nicht noch weitere Häuser durch die Stadt abgerissen werden. Das war bisher die gängige Praxis, denn die Siedlung liegt in der Nähe des Klärwerks Stammheim und sollte langfristig einer Grünfläche weichen. Das wollen die Anwohner verhindern. Ihr Argument: Die Häuser wurden bereits 1947 als Notunterkünfte gebaut. Erst danach entstand der Plan für die Grünfläche. Demnach gelte für die Häuser ein Bestandsschutz, sagen die Anwohner.

Abriss statt Sanierung

Die Häuser wurden von den Bewohnern zum Teil aufwändig ausgebaut. Bisher war es gängige Praxis, dass den Kindern der Bewohner ein Mietrecht zugestanden, eine Vermietung durch die Stadt an neue Mieter aber abgelehnt wurde. Die Folge: Manche der Häuser standen länger leer und die Stadt hat, anstatt in sie zu investieren, die Gebäude abreißen lassen. Das soll durch den neuen Verein verhindert werden. Der Abriss von Häusern sei bei der aktuellen Wohnungsnot unverantwortlich, sagen die Anwohner.

Stand: 26.07.2019, 10:38

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