Aachen: Stadttheater schafft nicht den Sparkurs

Blick auf das Stadttheater im klassizistischen Baustil.

Aachen: Stadttheater schafft nicht den Sparkurs

  • Rüffel für Stadttheater
  • Deckungslücke von 500.000 Euro
  • Personalkosten zu hoch

Das Theater in Aachen muss weiter einen strikten Sparkurs fahren. Es wird die mit der Stadt vereinbarten Zielvorgaben zur Konsolidierung des eigenen Haushalts nicht  erreichen. 

So klafft im Wirtschaftplan für die Spielzeit 2020/21 nicht nur eine Deckungslücke von einer halben Million Euro. Das Theater schafft es auch nicht, wie vereinbart bis 2021, pro Spielzeit 16 Prozent seiner Ausgaben selbst zu stemmen. Es kommt auf 15,4 Prozent.  

Das Theater und das liebe Geld 

Kämmerin Ann-Kathrin Grehling verteidigte am Montagabend (26.03.2019) im Finanzausschuss den Rüffel, den sie dafür dem Theater kürzlich per Brief erteilt hatte: Es sei ihr Job, den Finger in die Wunde zu legen und sich abzeichnende Fehlentwicklungen aufzuzeigen. 

Einge kommunale Finanzpolitiker gaben dem Theater dagegen Rückendeckung: Mit dem nur knapp verfehlten Ziel beweise es sehr wohl Sparwillen. Den Abend für Abend guten und weit über Aachen hinaus anerkannten Aufführungen zollten sie Anerkennung. 

Vertreter des Theaters nannten drastisch gestiegene Personalkosten als Grund für das verfehlte Sparziel. Langzeiterkrankungen hätten mit kostenintensiven Zeitverträgen aufgefangen werden müssen. 

Stand: 27.03.2019, 09:37

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