Urteil: Kein kostenloses Busticket für Schülerin aus Wegberg

Schüler der Grundschule steigen in Bus

Urteil: Kein kostenloses Busticket für Schülerin aus Wegberg

  • Eltern aus Wegberg unterliegen vor OVG Münster
  • Schulweg des Mädchens sei nicht besonders gefährlich
  • Zweitklässlerin muss durch unbeleuchtete, einsame Gegend

Im Streit um die Kosten für ein Busticket haben Eltern aus Wegberg am Mittwoch (16.05.2018) eine Niederlage vor Gericht hinnehmen müssen. Das Oberverwaltungsgericht Münster entschied: Die Stadt muss den Eltern das Ticket für den Schulweg ihrer Tochter nicht bezahlen. Ein erstes Urteil war noch anders ausgefallen.

Dunkler, einsamer Schulweg

Der Schulweg der Zweitklässlerin war zwar nicht weit. Er führte aber teilweise durch eine Gegend, die unbeleuchtet und einsam war. Das machte den Eltern Sorge, denn in Wegberg habe es bereits sexuelle Übergriffe auf Kinder gegeben.

Bustickets nur für Schulwege ab zwei Kilometer

Die Stadt Wegberg wollte die Fahrkosten für den Bus aber nicht übernehmen. Denn das Gesetz sagt: Bustickets werden nur ab einem Schulweg von zwei Kilometern bezahlt. Ausnahme sei ein besonders gefährlicher Weg.

Laut Gericht kein besonders gefährlicher Weg

Ein besonders gefährlicher Weg - das sei hier nicht der Fall, urteilten heute auch die Richter des Oberverwaltungsgerichts Münster. Sie kippten damit ein Urteil des Verwaltungsgerichts Aachen, das zu Gunsten der Familie entschieden hatte.

Stand: 16.05.2018, 15:55