Sicherheitsbedenken: Stadt Köln sagt Karnevalskonzert ab

Die Band Kasalla

Sicherheitsbedenken: Stadt Köln sagt Karnevalskonzert ab

  • Kölner Bands dürfen an Karneval nicht vor Uni-Mensa spielen
  • Bühne soll kein neuer Publikumsmagnet werden
  • Stadt denkt über Alternativen im nächsten Jahr nach

Aus Sicherheitsgründen hat die Stadt ein für Weiberfastnacht (28.02.2019) geplantes Konzert der Kölner Bands Querbeat, Kasalla und Cat Balou abgesagt. Die Stadt befürchtet die Besucherströme könnten außer Kontrolle geraten.

Konzert sollte kein Hotspot werden

Eigentlich wollten die drei Kölner Bands an Weiberfastnacht gemeinsam als "Quersallou" auf der Bühne an der Uni-Mensa stehen. Die Stadt hatte dort vergangenes Jahr zum ersten Mal ein Bühnenprogramm an Weiberfastnacht angeboten. Die Idee dahinter: die völlig überlastete Zülpicher Straße rund um die Universität zu entlasten. Den Jecken sollte, wenn es auf der Zülpicher Straße zu voll wird, ein Ausweichprogramm angeboten werden. Es sollte aber kein zusätzlicher Hotspot werden, sagt Stadtsprecherin Inge Schürmann dem WDR.

Besucher könnten außer Kontrolle geraten

Durch den schon vorab angekündigten Auftritt der drei prominenten Bands befürchtet die Stadt aber Besuchermassen, die sich nur noch schwer kontrollieren lassen. Der neue Veranstaltungsort würde dann nicht mehr zur Entlastung beitragen, sondern das Problem sogar noch vergrößern. Zwar gebe es genügend Platz vor der Uni-Mensa, doch problematisch seien die Besucherströme hin zur Zülpicher Straße.

Stadt sucht Alternative für 2020

Die Stadt denkt jetzt über einen alternativen Veranstaltungsort im nächsten Jahr nach. Zum Beispiel eine Bühne auf den Ringen ähnlich wie beim Gamescom Cityfestival, sagt Günter Wieneke, Eventmanager der Stadt Köln. Dort seien die Besucherströme aufgrund der Breite der Ringe leichter zu kontrollieren. Weil die Vorbereitungszeit nicht mehr ausreichte, sei aber eine Verlegung des Konzerts in dieser Session nicht mehr möglich.

Stand: 18.02.2019, 13:03