Springmann-Prozess: Tatverdächtiger Enkel leugnet

Aufnahme aus dem Gerichtssaal

Springmann-Prozess: Tatverdächtiger Enkel leugnet

  • Angeklagter Enkel bestreitet die Tat
  • DNA-Spuren belasten Verdächtige
  • Spuren könnten im Prozess entscheidend sein

Im Prozess um den Mord am Wuppertaler Unternehmer-Ehepaar Springmann hat am Montag (20.08.2018) erstmals der angeklagte Enkel des Paares selbst ausgesagt. Der 26-Jährige soll laut Anklage seine Großeltern gemeinsam mit seinem Freund und Geschäftspartner aus Habgier umgebracht haben - aus Angst, enterbt zu werden. Er begann mit den Worten: "Ich habe beide innig geliebt, ich habe meine Großeltern nicht getötet."

DNA-Spuren belasten die Angeklagten

Damit wiederspricht seine Aussage in Teilen dem Gutachten der DNA- und Faser-Experten des Landeskriminalamtes. Sie hatten bereits vor einem Monat im Prozess ausgesagt, die gefundenen Spuren belasteten den mitangeklagten Freund des Enkels schwer: Seine Spuren seien auf der nicht blutgetränkten Seite eines Kissens im Zimmer des ermordeten Enno Springmann gefunden worden - direkt neben der Leiche.

Blut des ermordeten Ehepaars in einem Auto gefunden

Tor der Springmann Villa in Ronsdorf

Darüber hinaus hatten die Ermittler im Auto des Enkels eine Blutspur an einer Mütze sichergestellt. Dieses Blut habe man ebenfalls seinem getöteten Großvater zuordnen können. In diesem Auto habe man auch Blutspuren seiner Großmutter gefunden. Am Ende können diese Spuren in dem reinen Indizienprozess entscheidend sein. 

Stand: 20.08.2018, 16:20

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