Spediteure wollen Kölner Lkw-Fahrverbot verhindern

Ein Einfahrtverboten-Schild für Lastkraftwagen über 7,7 Tonnen

Spediteure wollen Kölner Lkw-Fahrverbot verhindern

Von Udo Bühlmann

  • Weitgehendes Durchfahrtsverbot für Lkw
  • Anlieferverkehr nicht betroffen
  • Spediteure kritisieren Verbot als sinnlos

Spediteure drohen am Donnerstag (08.08.2019) mit einer Klage gegen ein in Köln geplantes Durchfahrtsverbot für Lkw. Mitte August soll das Fahrverbot wirksam werden.

Lkw über siebeneinhalb Tonnen tabu

Durchfahrtverbotszone für Lastkraftwagen ab 7,5 Tonnen

Durchfahrtverbotszone für Lastkraftwagen ab 7,5 Tonnen

Das geplante Durchfahrtsverbot für Lkw betrifft große Teile der Stadtfläche. Zwischen der Inneren Kanalstraße im Westen und dem Pfälzischen Ring im Osten dürfen nach den Plänen keine Lkw über 7,5 Tonnen mehr durchfahren. Das Verbot soll nicht für den Anlieferverkehr gelten.

Spediteure befürchten lange Umwege

Dieses Durchfahrtsverbot mache keinen Sinn, kritisiert der "Verband Spedition und Logistik NRW", der 150 Speditionen im Raum Köln vertritt. Beim Gütertransport zwischen Wesseling und dem Niehler Hafen müssten bei einem Verbot täglich mehrere hundert Lkw einen Umweg von jeweils rund 25 Kilometern fahren. Das belaste die Luft mehr, als wenn die Lkw wie bisher zwischen den Umladestationen pendeln. Der Verband fordert einen so genannten "Runden Tisch Lkw-Verkehr", an dem Behördenvertreter, Umweltverbände und Spediteure eine Lösung für das Problem erarbeiten sollen.

Stand: 08.08.2019, 12:41