Entschädigung nach Flugzeugabsturz in Remscheid?

Der Flugzeugabsturz in Remscheid vor 30 Jahren

Entschädigung nach Flugzeugabsturz in Remscheid?

Von Iris Zachert

  • 80 Menschen wollen Schadenersatz vom Bund
  • Erkrankungen aus möglichen Spätfolgen?
  • Keine Unterstützung für viele Hinterbliebene

Gut 30 Jahre nach dem Flugzeugabsturz in Remscheid wollen etwa 80 Menschen vom Bund Schadenersatz für Erkrankungen aus möglichen Spätfolgen fordern. Sie haben sich einer Bürgerinitiative angeschlossen. Bis Dienstag (02.04.2019) sind bei der zuständigen Schadenregulierungsstelle des Bundes 28 Schadenersatzansprüche geltend gemacht worden. Die Anträge werden zurzeit geprüft.

Kampf-Jet stürzte ab

Im Dezember 1988 war ein amerikanischer Kampf-Jet in ein Remscheider Wohnhaus gestürzt. Sieben Menschen starben. Die Bürgerinitiative will erreichen, dass die Folgeschäden nicht verjähren. Sie geht von mehr als 60 Krebsarten aus, die der Unfall von damals bis heute verursacht haben könnte.

Hängen Krebserkrankungen mit Absturz zusammen?

Die Vorsitzende der Bürgerinitiative will herausfinden, ob es einen Zusammenhang gibt zwischen den Erkrankungen und dem Absturz. Damals seien giftige Stoffe in den Boden gelangt. Beispielsweise hätten mehrere Katastrophenhelfer heute dieselbe Krebserkrankung. Es gehe aber auch um moralische Unterstützung. Viele Hinterbliebene hätten bis heute keine Unterstützung erhalten.

Stand: 02.04.2019, 10:31