Module auf Dächern: Sonnenenergie für Radevormwald

Module auf Dächern: Sonnenenergie für Radevormwald

Von Wolfram Lumpe

  • Radevormwald setzt auf Solarenergie
  • Stadtwerke bekommen Energiewende-Award
  • Vermarktung des eigenen Öko-Strom jetzt möglich

Radevormwald setzt auf Solar-Energie. So viele Dächer wie möglich sollen Module bekommen. Die Stadtwerke wollen Öko-Strom erzeugen und auch verbrauchen.

320 Module, die Sonnenlicht einfangen und daraus Strom erzeugen, sind auf dem Dach eines Wasserspeichers angebracht. Es ist der höchste Punkt der Stadt. „Hier produzieren wir Strom für 25 Haushalte“, sagt Udo Knopp, Marketingleiter der Stadtwerke, „den Strom von hier können und wollen wir auch vor Ort nutzen. Das ist unser Ziel.“

Gesetzesänderung macht`s möglich

Udo Knopp an einer Solaranlage

Udo Knopp auf einem Solardach

Seit Januar dürfen die Kommunen ihren Ökostrom selbst vermarkten. Die Rader Stadtwerke machen daraus ein Geschäftsmodell. Udo Knopp: „Das ist ein guter Kreislauf. Der Kunde bezieht den Strom, von dem er weiß, wo er her kommt. Er bezahlt ihn und investiert auf diese Art mit in neue Solaranlagen.“

Preiswürdige Energiewende

Der Rader Deal mit der Sonne scheint nicht schlecht zu sein: Ein Bonner Marktforschungs-Institut zeichnete die  Stadtwerke mit einem der „Energiewende Awards 2019“ aus. Zur Freude von Geschäftsführer Thomas Behler. „Die Energiewende darf nicht 3.000 Kilometer entfernt von hier stattfinden, sie muss für die Bürger sichtbar sein. Im Übrigen: Wir tun das nicht nur, um die Welt zu retten, wir wollen damit auch Geld verdienen."

Sonnenkraft ohne Ende

Mehrere Schulen, Verwaltungsgebäude und die Zentrale der Radevormwalder Stadtwerke haben schon Solar-Module. Und die Sonnenenergie-Offensive soll weitergehen, sagt Udo Knopp. „So viel wie es an Investitionsmitteln und Dächern gibt. Wir lassen uns nicht aufhalten und schauen mal, was möglich ist.“

Stand: 10.07.2019, 18:18