Kreis Viersen: Sonderimpftag für Schul- und Kitapersonal

Frau mit Kind an der Hand geht durch den Impfzentrums-Eingang

Kreis Viersen: Sonderimpftag für Schul- und Kitapersonal

Von Peter Hild

Der Kreis Viersen impft bereits am Sonntag in einer Sonderaktion Mitarbeiter von Kitas und Grundschulen. Aus dem Landeskontingent sind 900 Impfdosen von AstraZeneca verfügbar.

Ingmar Stahlmann ist froh, dass er nun endlich an der Reihe war. Der Lehrer der Gottfried-Kricker-Grundschule in Willich-Anrath ist einer von 900 Menschen, die am Sonntag im Impfzentrum des Kreises Viersen gegen Corona geimpft worden sind: "Wir sollten jetzt so schnell wie möglich alle in den Schulen impfen, die Bereitschaft bei meinen Kolleginnen und Kollegen ist jedenfalls sehr groß."

Mitte der Woche hatte der Kreis mehr als 200 Einrichtungen - Grund- und Förderschulen, Kitas sowie Tagesmütter- und väter - angeschrieben und zu der Sonderaktion eingeladen. Die Resonanz war groß, nach weniger als einem Tag waren alle Termine für den Sonderimpftag ausgebucht.

Kreis nutzt arbeitsfreien Sonntag für Impfaktion

In einem großen Zelt stehen Menschen in mehreren Warteschlangen nebeneinander, getrennt durch Bänder

Der Kreis Viersen hatte bewusst den arbeitsfreien Sonntag für die Sonderimpfung ausgewählt: "Wir wollten so vermeiden, dass das Kita- und Schulpersonal aus dem Dienst heraus zur Impfung kommen muss", erklärte der Organisator des Impfzentrums, Kreisbrandmeister Rainer Höckels.

Aus dem Landeskontingent hatte der Kreis Viersen noch einen Restbestand an AstraZeneca-Impfstoff verfügbar, den er jetzt für die Sonderaktion abgerufen hat. Die Akzeptanz des Impfstoffs sei mittlerweile groß, so Höckels, da die verfügbaren Impftermine schnell ausgebucht seien.

Viele hätten sich früheren Impftermin gewünscht

Bei aller Freude, nun endlich geimpft zu werden, äußerten viele der Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrerinnen und Lehrer auch die Kritik, dass sie sich für ihren Berufsstand einen früheren Impftermin gewünscht hätten. "Im Unterrichtsalltag ist es trotz Maske und regelmäßigem Lüften oft schwierig, da besteht einfach eine entsprechende Infektionsgefahr", meinte Christine Lehnen, Grundschullehrerin in Willich.

Alle Mitarbeiter, die beim Sonderimpftag nicht zum Zuge gekommen sind, werden laut Organisator Rainer Höckels voraussichtlich in den kommenden Tagen geimpft. Das kreisweite Impfzentrum hat ab sofort seine Kapazität erweitert und impft nun an sieben Tagen in der Woche von 8 bis 20 Uhr.

Stand: 07.03.2021, 15:10