Lawinengefahr: Solinger Schulklasse bricht Skifreizeit ab

Die Straße nach Österreich ist am Grenzübergang Mittenwald-Scharnitz auf Grund der Lawinengefahr gesperrt.

Lawinengefahr: Solinger Schulklasse bricht Skifreizeit ab

  • Zufahrt nach Balderschwang nach Lawine gesperrt
  • Schulklasse kehrt schon auf Hinweg um
  • Andere Schulen streichen Skifreizeiten

Sie wollten Skiurlaub ausgerechnet dort machen, wo am Montagmorgen (14.01.2019) eine Lawine bis in den Ort gestürzt und in ein Hotel eingedrungen war. Zwölf Tage lang wollten 120 Schülerinnen und Schüler des Solinger Humboldtgymnasiums in Balderschwang Ski fahren. Doch sie kamen nicht so weit: Die einzige Zufahrt zu der Gemeinde im Allgäu wurde am Sonntag von einer Lawine verschüttet. Bei Aschaffenburg mussten die Neuntklässler umkehren.

Einige Lehrer der Schule waren mit privaten Autos voraus gefahren, um die Zimmer einzuteilen und Skipässe zu besorgen. Diesmal hatten sie noch einen Blick auf das Wetter und meldeten bereits von unterwegs, dass eine Anfahrt mit Bussen nicht möglich ist. So konnten die Busfahrer umkehren und die Schüler wieder nach Hause fahren.

Schneemassen sorgen für Probleme bei Skifreizeiten

Andere Schulen im Bergischen haben in diesem Winter ähnliche Probleme mit ihren Skifreizeiten. So überlegt zum Beispiel das Märkische Gymnasium in Schwelm, ob am Freitagabend 120 Schüler zur Skifreizeit in die Steiermark fahren. Dort seien zwar die Pisten frei, aber auf der Passstraße zum Hotel droht Lawinengefahr. Bereits vergangene Woche hat das August-Dicke-Gymnasium in Solingen eine Skifreizeit abgesagt.

Die Sankt-Anna-Schule in Wuppertal dagegen hat am Wochenende drei Klassen nach Lofer in Österreich geschickt, nachdem man sich zuvor mit dem Bürgermeister und dem Reiseveranstalter abgesprochen habe. Dort gibt es keine Probleme, so die Schulleitung.

Stand: 14.01.2019, 13:17