Einganz zur Lukas-Klinik Solingen

Solinger St. Lukas-Klinik schließt

Stand: 14.12.2021, 16:13 Uhr

Die Schließung haben die Betreiber, die kirchliche "Kplus-Gruppe", am Dienstag mitgeteilt. Das Haus mit rund 300 Betten soll in den kommenden fünf Jahren aufgelöst werden.

Bereits zur Jahresmitte hatte die Geschäftsführung der Kplus-Gruppe der Stadt Solingen und der Geschäftsführung des Städtischen Klinikum Solingen mitgeteilt, dass sie eine Umstrukturierung ihrer Standorte vornehmen wolle. In diesem Rahmen sollen die medizinischen Fachabteilungen der St. Lukas Klinik in Solingen bis zum Jahr 2026 auf andere Standorte, insbesondere in Haan und in Hilden, verlagert werden. Am Dienstag wurde die Öffentlichkeit über den Entschluss informiert.

Einganz zur Lukas-Klinik Solingen

Die rund 550 Mitarbeiter sollen ebenfalls wechseln. Die St. Lukas-Klinik ist nach dem Städtischen Klinikum das zweite Krankenhaus in Solingen. Bekannt ist sie unter anderem für ihre Stroke-Unit für Schlaganfälle, die Notaufnahme und Intensivstation. Sie betreut pro Jahr rund 10.000 stationäre und 17.000 ambulante Patienten.

Massive Bauschäden

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Als Grund für die geplante Klinikschließung nannten die Krankenhausbetreiber vor allem die marode Bausubstanz des Krankenhauses. Die Anlage aus dem Jahr 1963 zeige so massive Schäden, dass eine Sanierung nicht mehr in Frage komme. Ein Neubau sei aber zu teuer. Deshalb habe die Geschäftsführung einen "Umzug" der medizinischen Abteilungen und der Mitarbeiter in das St. Josefs-Krankenhaus in Hilden beschlossen.

Stadtspitze bedauert Rückzug

Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach bedauert in einem Schreiben die Entscheidung des Krankenhausträgers. Die Stadtverwaltung werde aber "alles daran setzen, dass diese Umstrukturierung nicht zu einer Schwächung der Gesundheitsversorgung der Solinger Bürgerinnen und Bürger führt und die hohen Standards erhalten bleiben."

Das will auch die Geschäftsführung des größten Solinger Krankenhauses, des Städtischen Klinikums. Sie fordert unter anderem mehr Investitionsmittel vom Land und den Krankenkassen, um vor allem im Schlaganfallbereich die Patientenversorgung zu garantieren.