Gutacher empfehlen Holding für die Kliniken in Solingen und Leverkusen

Gutacher empfehlen Holding für die Kliniken in Solingen und Leverkusen Lokalzeit2go - Bergisches Land 21.02.2019 00:44 Min. Verfügbar bis 21.02.2020 WDR Wuppertal

Gutacher empfehlen Holding für die Kliniken in Solingen und Leverkusen

  • Gutacher empfehlen Gründung einer Holding
  • Erwartet werden sechs Millionen Euro Mehreinnahmen
  • Abteilungen sollen privatisiert werden

Die städtischen Kliniken in Solingen und Leverkusen sollen unter dem Dach einer Holding-Gesellschaft einen Verbund bilden. Am Mittwoch (20.02.2019) haben die Stadt Solingen und die Klinikleitung die Mitarbeiter und Politiker über das Gutachter-Ergebnis informiert. Die Gutachter hatten in den vergangen Monaten die Chancen eines Verbundes geprüft.

Mehr Geld durch medizinische Schwerpunkte

Rezeption des Solinger Klinikums

Als Rechtsform schlagen die Gutachter Holding mit gleichen Rechten der Beteiligten vor. Sechs Prozent der Anteile beider Häuser behalten die Städte, um selbstständig zu bleiben. Sechs Millionen Euro mehr pro Jahr sehen die Gutachter durch den Verbund langfristig auf der Habenseite der Städte. Knapp drei Millionen Euro im Jahr sollen unter anderem mit medizinischen Schwerpunktzentren erwirtschaftet werden – etwa in der Onkologie.

Beschäftigte zahlen die Zeche

Bis zu dreißig Prozent sollen die Kliniken nach Angaben der Gewerkschaft Ver.di bei den Personalkosten einsparen. Dafür werden Labor, Pathologie und Wäscherei privatisiert, und eine Service-Gesellschaft für medizinfremde Bereiche gegründet. Die Solinger Mitarbeiter behalten ihre jetzigen Verträge. Aber für Neueinstellungen gelten dann schlechtere Bedingungen. Das soll ein neuer Haustarif möglich machen, wie er in Leverkusen bereits existiert. Dort verdienen die Beschäftigten schon jetzt deutlich weniger als ihre Solinger Kollegen.

Ob die neue Krankenhaus-Holding wirklich kommt, entscheiden in Kürze die Politiker in Solingen und Leverkusen.

Stand: 21.02.2019, 12:57